328 Route 68. BUSSACO.

spenden vortreffliches Wasser. Die bedeutendsten sind nördl. vom
Hotel die Fonte Fria, deren Wasser über eine 1886 erbaute Kaskadentreppe
 (Escadaria) in zehn Absätzen zu einem kleinen See hinabstürzt,
 und südl. vom Hotel die Fonte do Carregal, die aus einer
Grotte herrorspraudelt.
Spaziergänge. Durch die im SW. des Klosters mündende Avenida
do Mosteiro zum Coimbra-Tor: halbwegs, an einer Wegekreuzung, die Fonle
da Samaritana (Pl, 1), in einer Kapelle. Lohnend der Umweg 1. zur Casa
de Pilatos (Pretorio; Pl. 2) und der Xrmida S. Jose (Pl. 3), die von einigen
der prachtvollsten Zedern beschattet wird; dann auf dem Fußweg weiter,
Die Porta de Coimbra oder Portarik da Malla ist der alte Haupteingang des
Klosterbezirks, in der jetzigen Gestalt 1831 errichtet. An ihrer Außenseite
 ist auf Steintafeln zwischen den beiden Durchgängen der Text zweier
päpstlichen Bullen von 1622 und 1643 zu lesen, die bei Strafe der Exkommunikation
 den Eintritt für Frauen und jeglichen Waldfrevel verbieten.
 Die Aussicht reicht bis zum Cabo Mondego im SW, und bis Ovar
im NW. — Durch das Tor zurück und 1. um das Landhaus herum an der
Innenseite der Mauer hin in wenigen Min. zur Cap. de Caiphas (Pl. 4), neben
ler ein roher Steinturm steht, mit schöner Aussicht, Hier in scharfer
Wendung auf dem zweiten Wege r. weiter; nach 5 Min. bei der Cap. de
Annds (Pl, 5) 1. hinab zur Pori@ de Silo# (Pl. 6) und zur Porta de Cedron
(Pl. 7; Kapelle des Kidrontors), von wo man auf dem Il. abzweigenden
Wege in Windungen zu dem jetzt trockenliegenden Großen See hinabsteigt;
hier und weiterhin mehrere sehr schöne Baumfarne (fetos), die besonders
zepflegt werden. Dann r. am Bache aufwärts (Run dos Fetos) zum Kleinen
See, um Fuß der oben gen. Zscadaria da Fonie Fria; die Treppen hinauf,
an deren zweitletztem Absatz der vom Kidrontor kommende Weg kreuzt
(L unweit eine der mächtigsten Zedern). Von der Fonte Fria oben 1., bei
der Ermida de N, 8, d’Assumpcdo (Pl. 8; Mariä Himmelfahrts-Einsiedelei)
vorüber, zum Hotel zurück, Im ganzen ein Rundgang von 1-11!/2 Stunde.
Folgender Spaziergang erfordert 3/4-1 St.: vom Hotel östl. auf dem
Fahrweg Rua da Rainha, bei dem (l.) an Stelle einer Einsicdelei erbauten
Ühalet de Santa Theresa (Pl. 9) vorüber, zu dem ({r.) über eine künstliche
Felspartie niederrieselnden Wasserfall (Cascala da Fonte de 8. Silvestre).
Links geht hier ein Weg die durch herrliche Nadelhölzer ausgezeichnete
Valle dos Abetos (die Araukarien um 1850 gepflanzt) bergab. Rechts von
ler Cascata oder weiterhin von der Ponte de Santo Elias führen Fußwege
bergan zur Zrmida de 8. Eli«s (Pl. 10) und weiter steil hinan zur Porlia
de Sulla und außerhalb des Klosterbezirks 1. nach dem Monumento, einem
5m hohen Obelisk, 1873 errichtet zur Erinnerung an den Krieg von 1810,
insbesondere an die Schlacht bei Bussaco, in der das am Abhang des Berges
stehende englisch - portugiesische Heer unter Wellington die von O., anrückenden
 Franzosen unter Massena am 27, Sept. 1810 siegreich zurückschlug,
 Acht Geschützrohre dienen als Pfosten für die Kette, die den Platz
sinfaßt. Herrliche Aussicht nach dem Estrellagebirge hin. — Weiter zur
Capella de N. 8. de Victoria; nebenan ein unbedeutendes Museum mit Erinnerungen
 an den Feldzug (dem Wächter Trkg.), — Zurück in den Klosterbezirk
 durch die Porta da Rainha und auf der Rus da Rainha zum Hotel,
Besonders lohnend ist die Besteigung des höchsten Punktes im SW.
jes Klosterbezirke, der aog. * Cruz Alta (541m), wohin ao0wohl ein beim
Hotel r. von der Rua da Rainha abzweigender Fahrweg führt, wie auch,
5Min. vom Hotel bei der Erniida de N, 8, da Conceig£o (P1. 11) r. vom Fahrweg
ab, ein schöner Fußweg, der sich mehrfuüch teilt und zuletzt im Zickzack,
an Passionskapellen vorbei, das Steinkreuz auf dem Gipfel erreicht (1/2 St.).
Die Rundsicht umfaßt im SO. die Serra da Estrellaz im S,, inmitten
reundlicher grüner Hügel, Coimbra und das Mondegotal; im SW. in
der Tiefe Pampilhosa, daneben, mehr westlich, weite Kiefernwälder,
eine langgestreckte Dünenkette und das Meer; im N. Luso mit seiner
Bisenbahnbrücke und, von niedrigen Höhenzügen begleitet, die Serra de
Daramullo.
Von Bussaeco nach Zeorvdo (S. 524) 12km, Wagen 3500 rs.