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PORTO. 69. Route. 531

Bei heschränkter Zeit (41/2 Tage): 1. Tag. Prasa da Jiberdade
8. 532); Campo dos Martyres da Patria (8. 5932); * Aussicht beim Kristall-»alast
 (S. 533); Run do Bellomonte (S. 533); Rua de Säo Jodo (S. 584); Pragsa
ja Rideira und Rua Cima do Muro (S. 584). Nachmittags Pragsa da Balalhıa
5. 585); Alameda das Fontainhas (8. 536); 88 (8. 536); Ponte de D. Zuiz 4
'S, 536); N. 8, da Serra do Pilar (S. 537). — m. Tag. Ausflug nach S@0o
"940 da For und Maltosinhos (S- 587/8) oder, mit Benutzung der Straßenjahn
 (n° 11, 5. 530), nach der Ponte de Pedra (S. 582), oder Bootfahrt auf
lem Douro (S. 534).
Porto, deutsch auch Oporto („o Porto“, der Hafen), wichtiger
Handelsplatz mit 168 000 Einwohnern und Bischofssitz, ist eine der
;schönstgelegenen Städte der jberischen Halbinsel, Der Douro durch-1ießt
 kaum 6km von seiner Mündung eine Granitfelsenenge, auf deren
Nordseite sich Porto ausbreitet, während am südlichen Flußufer sich
lie Vorstadt Villa Nova de Gaia (S. 537) mit vielen Landhäusern,
Klöstern, Speichern und Gärten hinzieht; weiter nach W. verflachen
sich die Ufer, bis sie schließlich bei den Klippen von Sao Joao da
Foz (8. 537) endigen. Die Häuser der Stadt stehen, wie in Lissabon,
an den steilen Felswänden oft dicht hinter- und übereinander und
bilden architektonische Terrassen von großer malerischer Wirkung.
Ähnlich wie in der Tejostadt entspricht auch in Porto einem Osthügel
 mit der Altstadt ein Westhügel mit den modernen Stadtteilen,
4er sich, jenseit einer tiefen Einsenkung, nach W. in einer weiteren
Höhe fortsetzt. In den Parken und öffentlichen Anlagen überrascht
3ine reiche Vegetation, die die nordische Flora mit der südlichen
vereinigt. Fast von allen Höhen erblickt man den Ozean,
Porto ist der natürliche Mittelpunkt für das nördliche Portugal,
Aen bestangebauten und dichtestbevölkerten Teil des ganzen Landes,
Ein großer Teil der Ausfuhr (Wein jährlich 300000 hl) und Einfuhr
les Landes geht durch seinen Hafen, Überall pulsiert ein reiches
Leben. Unten im Douro, fast verschwindend neben den starren
Granithöhen, liegen große Seeschiffe und die eigentümlichen Barcos
Rabello, die den Wein aus dem Paiz do Vinho (S. 539) bringen,
Die Straßen sind voll von Handelnden und von Ochsenkarren, welche
lie Waren zur oberen Stadt schaffen.
Die Stadt hat ihren Namen von der alteinheimischen, später römischen
Niederlassung Ports Cale, die etwas westlich von der heutigen Villa Nova
ie Gala (S. 537) am 1. Ufer des Douro lag, Die Grafen‘ von „Portucalia“
;8, 454) hatten anfangs hier ihren Sitz, Wie Barcelona zu Madrid, 80
;teht Porto im Gegensatz zu Lissabon und hält sich gleichfalls stets auf
Zeiten der Opposition. Der Aufstand der Magarocas im J. 1623, ein anlerer
 im JS. 4661, beide in Veranlassung mißliebiger Taxen, der von 1756,
is Pombal den Weinhandel monopolisierte, der Versuch 4807, sich von der
Invasion der Franz0scn zu befreien, und andre Ereignisse zeigen den beweglichen
 Charakter der Bevölkerung. In den Kämpfen um die Konstitution
 1820, 1836, 4842 und 1846 war die Haltung Portos immer von der
zrößten Bedeutung. Im J. 1832 nahm es den König Peter IV., der von Bra-Zilien
 aus mit 7000 Mann („os sete mil bravos“} bei Mindello landete, um
lie Rechte seiner Tochter Maria IT. da Gloria gegen den Regenten Dom
Miguel zu verteidigen, begeistert auf und hatte eine Schwere Belagerung
Jurch die Miguelisten durchzumachen (vgl, SS, 537).

Lage.