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REGOA.

70. Route. 539

Schiefergebirge. — 19km Vallongo, mit alten Antimon- und Silberbergwerken.

Jenseit (20km) Recarei tritt die Bahn in das hübsche Tal des
Souza, dem sie über (88km) Cette, (38km) Paredes und (42km) Penafiel
pis (44km) Meinedo n.5. aufwärts folgt. Viel Weinbau; die Reben
werden meist an Bäumen oder an „Pergeln“ (Laubengäng®; ital.
pergola) gezogen.
Nun in starker Steigung östl. nach (49km) Cahide. Tunnel; im
Vordergrunde erscheint die Serra de Margo (1422m), „hinter“ welcher
 Traz os Montes liegt. — BAkın Villa Me&amp;, in einer weiten, von
dem Flüßchen Odres durchströmten Talmulde, Die Bahn folgt dem
Odres bis (59km) Livracdo (Zweigbalin, 13km, im Tal des Tamega
aufwärts nach dem malerisch am NW.-Hang der Serra de Maräo
gelegenen, durch seinen Wein berühmten Amarante), überschreitet
auf einer 300m 1, aussichtreichen *Eisenbrücke, 56m über dem
Fluß, den grünen Tamega und senkt sich über (68km) Marco und
(68km) Juncal s.ö. in das hier von bewaldeten Bergen umschlossene
Dourotal hinab, .
74km Palla, hoch über dem r. Douroufer. Das Flußtal zeigt
die ganz® Pracht südlicher Vegetation: Reben, Ölbäume, Orangen
und Feigenbäume, — 82km Artgos, mit Schwefelbädern (60° C.);
87km Ermida, in einem Seitentale reizend gelegen. Tunnel,
91km Porto de Rei. Zwei Tunnel. — 95km Barqueiros; 98km
Ride ; 101km Mol#do, kleines, Bad mit alkalischen Quellen.
406km Regoa oder Peso da Regua (Bahnrest.; Gasth.: H, do
Douro, dürftig), Städtchen von 4000 Einwohnern, in hübscher Lage
am Hügelabhang etwas unterhalb der Einmündung des Corgo in
den Douro, zwischen Weinbergen, Mittelpunkt des Paiz’do Vinho,
Knotenpunkt für eine Nebenbahn nach Vidago (s, unten).
Das Paiz do Vinho, die Heimat der edelsten Portweine, umfaßt die
Schiefergelände am Douro (Baixo Corgo, Niederdouro), wo die leichteren
Sorten wachsen, sowie das Bergland am Corgo bis Villa Real im Norden
{Cima Corgo, Oberäouro), das die schwereren Sorten erzeugt. Man zieht
lie Reben an Stücken auf steilen Terrassen, die von den fleißigen Galiziern
 („Gallegos“) oft mühsam mit der Hacke dem steinigen Boden abgewonnen
 werden und das ganze Jahr hindurch eine sorgfältige Behandmung
 erfordern. — Die Lese dauert von Ende September bis in die zweite
Hälfte des Oktobers. Der Wein wird teils mit der Bahn nöch Porto gebracht,
 teils auf die eigenartigen Dourobarken (barcos KRabello) verladen,
lache Fahrzeuge mit einem riesigen Steuerruder, deren Talfahrt auf dem
an Klippen und Stromschnellen überreichen Douro viel Geschicklichkeit
arheischt. In Porto lagern die bosseren Sorten noch zwei Jahre und
werden dann, meist von englischen und deutschen Firmen, nach Brasilien,
England, Deutschland usw. ausgeführt.
Jenseit des Douro, 15km südl. von Regoa (Diligence 440 v8.), liegt Lamego
{H. Central), Bischofssitz mit 9200 Einw. Über der Altstadt erhebt sich
sin maurisches Kastell. Die gotische Kathedrale wurde 1129 von Affonso
Henriques gegründet; die Kirche Santa Maria Maior de Almacave war früher
Moschee; von der Wallfahrtskirche Santuario dos Remedios weite Umschau,
Yon Regoa nach Vidago, 77km, Eisenbahn im 8i/2-41/4 St., für
£. Kl. 1500, IIL Kl. 940 18, — Die Bahn führt am 1. Ufer des Corgo aufwärts
 durch das oben gen. Paiz do Vinho. — 26km Villa Real, Distriktsanauptstadt
 am Zusammen luß von Corgo und Cobrik mit 6700 Einwohnern,