1925 ein Wert von nicht mehr als 66% des Vorkriegswertes, d. h. etwa 1050 Mill. Rubel, so dass, um die russische Industrie auf den Vorkriegsstand zu bringen, eine Investi- tion von nicht weniger als 540 Mill. Rubel erforderlich wäre, und zwar gilt dies unter Einschluss der in den abgetretenen polni- schen Gebieten und in den Randstaaten ge- legenen Industrie. Derart veraltete, nach Ausrangierung schreiende In- dustrieanlagen. schliessen selbstverständlich eine reguläre Produktion aus. Die „Ekonomitscheskaja Shisn“ bringt staunenswerte Beispiele für den gestörten Arbeitsprozess. Nr. 151 vom 4. Juli 1926: Der Stillstand der Fabrik auf dem „Slatoustinski Hüttenwerk“ (im Uralgebiet) dehnte sich im ersten Halbjahre 1925/26 bis zu 20,5% der Ar- beitszeit aus, was für das Werk allein in bezug auf Ar- beitslohn einen Schaden von 180000 Rubel nach sich zog. Nr. 146 vom 29. Juni 1926: In dem Werk „Kaslinski Sawod“ ist die Ausrüstung derart veraltet, dass bei der Guss- erzeugung etwa 39% Brack entfallen; eine zweckmässige Belastung ist absolut unmöglich. — Indessen wird der Gang der Produktion nicht nur durch die Abnutzung der maschi- nellen Anlagen gehemmt, sondern bedeutende Schwierig- keiten gehen von der Arbeiterschaft aus. Der Krieg und der nachfolgende Bürgerkrieg im Zusammenhang mit den Entbehrungen, die die russischen Arbeiter in dieser Zeit durchgemacht haben (1919 und 1920 machte der legale Monatsverdienst 6,7 Rubel aus, der illegale — erworben durch Erzeugung aller möglichen Waren aus den Werks- materialien für den Verkauf, wie z. B. Feuerzeuge — 1,70 Rubel, so dass der Gesamtmonatsverdienst auf 3,4 Warenrubel kam, d. h. etwa 340% des Vorkriegsver- lienstes) haben den Arbeiter physisch erschöpft und ihn demoralisiert. Der schwunghafte staatliche Schnapshandel, der im Jahre 1923/24 893440 Eimer Spiritus verschlang ınd im ersten Halbjahre 1924/25 1903723 Eimer*), übte andererseits nicht geringen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit and Arbeitsfreudiekeit des Arbeiters aus. *) „Die Staatsindustrie der S.S.R. im ersten Halbjahre 1924/25“ von L..B. Kaffenhaus.