— 3 — ausreichenden Lebensunterhalt, ja sogar zu einer gewissen Behaglichkeit gehört? Ich glaube nicht, daß irgend jemand diese Frage verneinen wird, sobald er nur den Mut findet, sie sich wirklich zu stellen. Sagt er aber „ja“, dann sind die Vohstoffe zu einer wirk— lichen Weltwirtschaft, einer Tätigkeit, die auf fortgesetzte Bedürfnisbefriedigung der Mensch— heit in allen ihren Gliedern ausgeht, alfo aller einzelnen Menschen, die es auf der Erde gibt, unzweifelhaft vorhanden. Also um Roh— stoffe brauchen wir schon jetzt nicht zu sorgen; und dabei ist doch zweifellos, daß wir uns in nicht langer Zeit die Stoffe unserer Erde noch in ganz anderem Maße dienstbar machen werden. Außer den Rohstoffen gehört aber zur Wirtschaft zunächst noch die Arbeitskraft. Zweifelt jemand, daß die nahezu zwei Milli— arden Wenschen, die jetzt auf der Erde leben sollen, in sich hinreichend Arbeitskraft haben, um aus den vorhandenen Rohstoffen das her— zustellen, was zur Befriedigung der natur— gemäßen, also vernünftigen Bedürfnisse, selbst wenn man diese erheblich über den jetzigen Durchschnitt hinaus für berechtigt erklären wollte, vollauf genügen würde? Ich glaube wiederum nicht, daß jemand, der sich diese Frage ernstlich vorzulegen wagt, den Mut zur Verneinungq auftreibt!t Und nun frage ich weiter: wenn sowohl Rohstoffe wie Arbeitskräfte in ausreichendem Maße vorhanden sind, um alle vernünftigen — und noch etliche andere — Bedürfnisse aller Menschen zu befriedigen, wie ist es denn überhaupt möglich, daß Not und Elend