10 — tern? Gewiß nicht; im Gegenteil! Wir müssen Hunderttausende, gelegentlich Millionen von Ar— beitern als „Erwerbslose“ unterstützen, weil es unserer Volks,wirtschaft“ in keiner Weise gelingt, diesen Arbeitslosen Arbeit zu verschaffen! Daß die arbeitslosen Bauarbeiter aus den vorhan⸗ denen Baumaterialien Häuser herstellen könnten, um die wohnungslosen Volksgenossen unterzu— bringen, das ist eine Leistung, für die die Vernunft und überlegung unserer Volks,wirtschaft“ in keiner Weise ausreicht! Jeden Privatmann, der in so törichter Weise unterließe, was für das Bestehen seiner Wirt— schaft erforderlich ist, würde man zweifellos ent— mündigen; bei der Volks,wirtschaft“ beugen wir uns demütig vor den „Naturgesetzen des Geldes“, vermöge deren dieser handgreifliche Blödsian zur nationalökonomischen Notwendigkeit wird. Wir sehn also auch hier: Es liegt weder an Rohstoffen noch an den Arbeitskräften, es liegt nur an der Weise, wie die Wirtschaft geleitet oder vielmehr durch Fehlleitung sabotiert wird. Die Leitung hätte dafür zu sorgen, daß die zur Her— stellung des Notwendigen nötige Arbeit, wofern nur Rohstoffe und Arbeitskräfte da sind, zu rechter Zeit und am rechten Orte geleistet wird. Nun, wenn auch nicht der Volksgeistleser, so doch jeder andere Leser hat die letzten Absätze un— geduldig verfolgt und sich gefragt: „Sieht der Mann denn wirklich den Grund nicht, der doch auf der Hand liegtꝰ Es fehlte doch eben einfach das Geld! Und ohne Geld gibt der Ziegeleibesitzer seine Ziegel nicht her; ohne Geld arbeitet der Maurer nicht! Ohne Geld gehts doch nicht!“ Ja, „wenn das verfluchte Geld nicht wär“!