15 — Aber es liegen noch stärkere Beweismittel vor. Dasselbe Unternehmertum, das es für unmöglich erklärt, die notwendigsten Lebensbedürfnisse zu befriedigen, klagt daneben kräftig und laut über die große Schwierigkeit, für das, was es hervor⸗ bringt, „Absatz“ zu finden! Das heißt also doch, dasselbe Unternehmertum, das es für unmög-— lich erklärt, das herzustellen, was not— wendig gebraucht wird, gesteht ein, in unge⸗— heuren Mengen Dinge geschaffen zu haben und noch zu schaffen, die von sich aus kein Menschhabenwill, die man den Leuten nur mit Aufbietung der größten Kunstmittel auf— schwatzen kann! Und nun sehn wir uns in der Welt, in der wir leben, rings um: allüberall sehen wir die aufdringlichsten Zeichen von grade dieser Tätig— keit des Unternehmertums! Eine Wirtschaft, die wirklich genau das herstellte, was wirklich ge— braucht wird, hätte vollauf zu tun — das ist ja eingestanden; ja das Unternehmertum gibt ja vor zu glauben, daß es mit Aufbietung aller Kraft diese Aufgabe kaum erfüllen könnte vermöge der menschlichen Unvollkommenheit! Also nicht nur das, was hergestellt wird, ohne daß ein wirkliches Bedürfnis danach vorhanden ist, sondern auch der ganze ungeheuerliche Auf— wand der Reklame, der ja noch viel weiter geht, als er auffällig sichtbar wird, ist, von wirklicher Volkswirtschaft aus gesehn, sinnlose Ver—⸗ schwendung! Erfordernisse der Vollswirtschaft. Wirkliche Volkswirtschaft hätte zuerst zu fragen: was wird gebraucht, damit alle ge— sund und menschenwürdig leben kön nen? Ist das festgestellt, so wird untersucht, ob