— 17 — und auch die überaus kostspielige, d. h. Stoffe und Arbeitskräfte verschlingende Reklame überflüssig wird, so werden wir für das ganze Volk einen er— heblichen Grad von Wohlstand erreichen, so daß sogar noch reichlich Arbeitskräfte übrig bleiben, um einem Teil des Volkes, der dafür besonders ge— eignet ist, einen kRUulturfördernden Luxus zu gewähren. Einer immerhin erheblichen Anzahl der tüchtigsten Arbeitskräfte wäre damit die fer— nere Verwertung ihrer Kunstfertigkeit gesichert. Richten sich die Wohlstands- oder Luxuswünsche aber auf Dinge, die mangels der vorhandenen Rohstoffe oder Arbeitskräfte innerhalb der Volks— wirtschaft nicht herzustellen sind, so tritt die Volks— wirtschaft mit anderen Volkswirtschaften in Aus— tausch, der von denselben Leuten vermittelt wer— den kann, die ihn jetzt im Ausfuhr- und Einfuhr— geschäft vermitteln. Daß nun, um dies zu erreichen, die ganze Volks— wirtschaft eine ungeheure militärische Kaserne wer— den müßte, in der jeder nur das tun darf, was ihm vorgeschrieben wird, ist eine ganz unbegrün— dete Befürchtung, die wirtschaftliche Freiheit wird im Gegenteil von allen als gesteigert empfunden werden mit einziger Ausnahme der Händler und derer, die sich mit Vorliebe „Unternehmer“ nen—⸗ nen, d. h. die jeden Betrieb, den sie leiten, nur als Kapitalanlage, als einen Geldwert ansehn, den sie, je nachdem es mehr Geld einbringt, heute zu kaufen, morgen zu verkaufen geneigt sind, und der Börsenspekulanten, denen das ganze Wirt—⸗ schaftsleben nur ein Hasardspiel ist. Alle diese Persönlichkeiten, die freilich jetzt das größte Ansehn genießen, die aber, soweit man überhaupt Einzelmenschen für Einrichtungen ver— antwortlich machen kann, an der jetzigen Wirt— schaftsanarchie und ihren furchtbaren Folgen die