38 ZWANG ZUM GESCHÄFTSSCHILD des Zunftzeichens. Und in den alten englischen Parlaments- rollen heißt es Band 5, Seite 426a: „Wer immer in der Stadt Cambridge Bier zu brauen begehrt mit der Absicht, dasselbe zu verkaufen, muß ein Zeichen aushängen, andernfalls sein Bier weggenommen wird.“ In Frankreich herrschten dieselben strengen Vor- schriften, so wurden 1567 durch ein Edikt die Gastwirte von Wer Jemaudt hie Der gern welr dee Dütlch fhriben und (in. uß dem aller Rürbilen greundt Ort }eman ertenrfien Kan Do durch fin. Jeier der vor nt ein buchltaben kan-Der mag Kurpluh und bald begriffen ein grundt do durch er mag von qm felbsclernm fin Chuld pfE (hribe uud Läfen und wer es nit gelernen Kan so ungelhukt Were Den, will ıeh um nut und vergeben glert haben und gaus nüß yon Jim 30 Lon urmen ee fig wer weil burger odXr hautwerdks ge Fllen Ronwen und junshkouwen wer fm bedarf der kum har nd wirt druwlich glert um em zimlichen lonı- aber die nınge Knabe. und meitliu noch den konualten wie gewonbrit ift +) 5 1 6. Abb. 27. Hans Holbein d. J. — Aushängeschild eines Schulmeisters, 1516, . (Öffentliche Kunstsammlung, Basel.) Moulins aufgefordert, dem Magistrate ihre Namen, Adressen und ihre „enseignes‘ (Geschäftszeichen) mitzuteilen; Hein- rich III. verordnete im März 1577, daß alle Kaufleute Aushängeschilder und Zeichen an ihren Häusern befestigen sollten, damit jedermann, auch der nicht des Lesens kundig wäre, sich sofort zurechtfinden möge. Die- selbe Bestimmung erließ auch Ludwig XIV. im Jahre 1693, und es heißt in seinem Edikt Art. XXIII: ‚‚Gasthofbesitzer haben Zeichen und einen Busch auszuhängen... Niemand