I: x fi AK .r nis) blätter hervorgegangen, schildert Hialmar Schacht wie folgt: „Das Bedürfnis der öffentlichen Anzeigen mußte sich natürlich auch in Deutschland mehr und mehr fühlbar machen. Da es jedoch in dem zersplitterten Reiche an einem einheitlichen Zusammenhang im Verkehr, an gemeinsamen interlokalen Beziehungen mangelte, so beschränkte sich dies Bedürfnis stets auf einen kleinen, lokalen Kreis In England war London die große Zentrale, in der sich das ganze kauf: männische Leben wie in einem Brennpunkte vereinigte. In Deutschland gab es eine solche Zentrale nicht, vielmehr‘ war fast jede kleine Residenz, jede freie Reichsstadt eine kleine Zentrale für das umliegende Gebiet. Nun konnte sich aber in jedem dieser Orte eine Zeitung unmöglich halten. So verfiel man auf die Einrichtung der sog. Intelligenzkontore, durch welche man die Zeitungsanzeigen ersetzte. Es waren dies Bureaux, in welchen Listen ausgelegt waren. In diese Listen trug jeder sein Anliegen ein, Käufer, Verkäufer, Mieter, Vermieter, Arbeitnehmer, Arbeitgeber usw. Hatte jemand Nachfrage nach irgendwelchen Dingen, so ging er aufs Intelligenzkontor und suchte in den Listen, ob er das für ihn Passende verzeichnet fand; war dies nicht der Fall, so trug er seine Nachfrage ein und wartete, bis daraufhin ein passendes Angebot erfolgte. Diese Einrichtung war natürlich höchst umständlich. Und so gesellte sich zu den Intelligenzkontoren bald die Einrichtung der Intelligenzblätter, d.h. man vervielfältigte einfach die Listen und gab sie gewissermaßen als Zeitungen aus. Indes war auch so das Verfahren immer noch sehr umständlich und vermochte keineswegs das gesamte Zeitungsanzeigewesen zu ersetzen. Doch hat es namentlich von gelehrten und amtlichen Stellen lange Zeit hindurch die größte Befürwortung und Förderung erfahren.“ Die Intelligenzblätter haben unstreitig das Verdienst, daß sie das Publikum ans Inserieren gewöhnten. Sie haben aber später insofern hindernd auf die Entwicklung der politischen Zeitungen eingewirkt als sie für sich das Monopol der Anzeigen in Anspruch nahmen und die Behörden es ihnen auch lange Zeit zu erhalten suchten. In Frankfurt a. M. wurde 1722 vom Buchdrucker Anton Hinscheidt ein Intelligenzblatt gegründet, die sogenannten „Frankfurter Frag- und Anzeigennachrichten‘‘ ; sie enthielten auch Personalien (Geburten, Heiraten, Todesfälle). In Preußen erschienen im September 1727 und im Juli 1728 Kabinetts-Ordren, die die Gründung je eines amtlichen Intelligenzblattes in Berlin, Magdeburg, Halle, Königsberg, Stettin, Minden, Duisburg und anderen Städten anordneten. Diese Blätter hatten das ausschließliche Privileg der Erst-