FREMDENBLÄTTER UND REISEBÜROS II. Ausschliefsliche Mittel der Fremden- verkehrsreklame. Zur dieser Gruppe gehören x. die ausschließlich der Propaganda einzelner Kur- und Erholungsorte dienenden Zeitungen, d. s. die sogenannten Fremdenblätter; 2. Aus- kunfts-, Reise- und Propagandabüros; 3. Fremdenverkehrs- (Kur-) Kommissionen und solche Verbände. Die ältesten Fremdenblätter finden wir in der Schweiz. So stammt die Fremdenzeitung des Bades Ragaz aus dem Jahre 1863, die der Orte am Vierwaldstädter See aus dem Jahre 1869, die des Kantons Graubünden aus dem Jahre 1873 usw. Heute haben bereits alle großen Kurorte, Sommer- frischen und Sportgebiete offizielle und periodisch erschei- nende Publikationen. Das Fremdenblatt ist zu einer einge- lebten und allgemein üblichen Erscheinung geworden, Zur Information des Reisepublikums wurden ferner be- sondere Auskunfts- und Reisebüros errichtet. Ihnen obliegt auch die Durchführung ‚der auswärtigen Propaganda. Die offizielle Verkehrskommission in Zürich eröffnete im Jahre :886 ihr offizielles Verkehrsbüro; dasselbe wurde bereits im ersten Jahre seiner Tätigkeit, wie der Tätigkeitsbericht besagt, von 400 Fremden in Anspruch genommen. Die Parteien infor- mierten sich dort über die Sehenswürdigkeiten der Stadt und ihrer Umgebung, ließen sich Kostenberechnungen für Reisekom- binationen machen und fanden auch durch das dort aufgelegte Desiderien- und Beschwerdebuch die Möglichkeit, Be- schwerden vorzubringen und die Abstellung allfälliger Übel- stände zu beantragen. Während die Propagandatätigkeit der Auskunftsbüros im Außendienste liegt, so obliegt den Verkehrs- und Kur- kommissionen die Organisation des lokalen Dienstes. Diese veranlassen den Ausbau von Wegen und Gartenanlagen, sie veranstalten Konzerte, Feste und Unterhaltungen aller Art, sie stellen Ausflüge, Extrazüge und Gesellschaften für Gesellschaftsautos zusammen, errichten Evidenzstellen für freie Hotelzimmer, sie organisieren den Sportbetrieb durch Anlage von Tennis- und Golfplätzen usw., ihnen obliegt auch