212 ORDENSJÄGEREI anschaulichen. Genau in der gleichen Weise, wie sich im mo- dernen Militärstande die verschiedenen Chargen und Auszeich- nungen durch schmale und breite Streifen und Litzen, durch silberne und goldene Tressen und Knöpfe,’ durch mehr oder weniger kostbare Federbüsche u. dgl. charakterisieren, genau in derselben Weise ist bei diesen Indianern nach Maßgabe ihrer Taten einem jeden Krieger bestimmt, welche Art von Federn, wieviele, von welcher Form und Färbung er als Auszeichnung für seine Heldentaten zur Schau tragen darf. Abb. 161, Maßnahme gegen die Personenreklame, (Die Gleichheit: Flugblatt aus der franz. Revolution, welches die Wegnahme der Orden durch die Revolutionäre darstellt, 1792.) Das Streben nach diesen äußeren Qualitätsbezeichnungen hat weder in Frankreich zufolge der Revolution noch in den Ländern der Mittelmächte nach den politischen Umwälzungen durch den großen Weltkrieg nachgelassen. Mit Rücksicht auf die Wirkungen, welche diese Auszeichnungen hervorbringen, sind jedoch die auf ihre Erlangung gerichteten Bestrebungen deshalb nicht gering zu schätzen, weil selbst Menschen, die die mit der Auszeichnungsverleihung vielfach verbundenen Um- stände kennen sollten, sich durch die Tatsache des Besitzes der Auszeichnung allein doch zu einem günstigen Voru rteil für