19 Richmond-New Jersey-Harrisburg- und der Lancaster-Eisen- bahngesellschaft, Schon 1837 wurden an der Londoner Börse die Anteile von sechzig verschiedenen Eisenbahngesellschaf- ten im Werte von 150 Millionen Dollar gehandelt. „Yankee Rails‘ waren ein beliebtes Spekulationspapier geworden, mit deren Umsatz 6—7 broker ausschließlich beschäftigt waren‘). Von andern Gesellschaften finden wir die folgen- den auf dem Londoner Kurszettel: Bankaktien. Name Zweite Bank der Ver, Staaten ..... Louisiana Bank ....... ; Bank von New Orleans .... Louisiana Staatsbank ....... ee New Orleans Commercial and Banking Co. New Orleans City Bank Kapital 35,00 Mill. D. 4,00 „ 0,45 „ 1,25 N ‚90 "90 Aktien verschiedener Unternehmungen New York Life and Trust Co. Tennessee Planters Missisippi Planters New Jersey Canal Co. Aber auch zahlreiche nur an den Fondsbörsen in Phi- ladelphia und New York gehandelte Effekten kamen in europäischen Besitz, da ein Teil des in den sieben Jahren vor der Krisis (1830—1837) betragenden Überschusses der Einfuhr über die Ausfuhr (140 Millionen Dollar) mit ameri- kanischen Effekten beglichen wurde. Auf diese Weise ge- langten so viel Anteile der Zweiten Bank der Vereinigten Staaten nach England, daß 1838 neun Zehntel ihres Aktien- kapitals in den Händen britischer Kapitalisten war. Die Krisis, die der englische Geldmarkt 1825 infolge der übertriebenen Spekulation in südamerikanischen Werten und des Staatsbankerotts aller südamerikanischen Staaten durchmachte, hatte den New Yorker Geldmarkt nur wenig berührt, da damals die spekulativen Übertreibungenm der späteren Jahre fehlten, und noch nicht so viel englisches Kapital in die Vereinigten Staaten geströmt war, wie von 1830—1837, wo 800 Millionen Dollar teils gegen Effekten, teils als Kredit ins Land kamen und die Gründung immer neuer Unternehmungen ermöglichten. Mit schrankenlosem Optimismus wurden ungeheure Summen in Weizen- oder Baumwollfarmen, Fabriken, Eisenbahn-, Kanal- und Schiff- '\ Charles Duguid, The Story of the Stock Exchange. S. 246 ff. ‘) ı-