72 waukee und St. Paul-Eisenbahn und 10 Millionen Dollar vier- prozentiger bonds der Cleveland, Cincinnati, Chicago und St. Louis-Bahn zur Notierung an der Pariser Börse, während die Coulisse im Juni 1909 die common shares der Utah Copper und der United States Rubber Company zum Handel zuließ. Morgans Absicht, damals 100 Millionen Dollar com- mon shares des Steeltrusts an der Pariser Börse einzuführen, scheiterte freilich an den hohen, ungefähr 10 % der Divi- dende ausmachenden Besteuerung !), der alle in Frankreich gehandelten Aktien und Obligationen (Staatsanleihen sind davon befreit) damals unterlagen, Dazu kam, daß die Ge- samtsumme der eingeführten Aktien besteuert worden wäre, ganz gleich wieviel davon abgesetzt worden wäre 2). 1913 wurden an der Pariser Börse neun Bondsgattungen von 8 verschiedenen Eisenbahngesellschaften im Gesamtno- minalwert von 211,5 Millionen Dollar notiert. Dazu kamen 20 Millionen Dollar common shares der Atchison, Topeka und Santa F@-Bahn, 75 Millionen Dollar preferred shares der American Smelting und Refining Company, 38,5 Mill. Dollar preferred shares der Philadelphia Company®. An- leihen amerikanischer Städte wurden damals in Paris nicht notiert; zwar haben Baltimore, Chicago, Milwaukee, Phila- delphia und Portland versucht, ihre Anleihen dort unter- zubringen, indessen erschien die von ihnen gebotene vier- prozentige Verzinsung den französischen Banken zu gering. An der Coulisse wurden 1912 drei Eisenbahnbonds und die Aktien der Franco Wyoming, der California Petroleum-, der United States Rubber-, der Utah Copper- und der Ray Conso- lidated Copper-Company gehandelt*), Für die Einfuhr fran- 1) Es waren dies: a) l’impöt sur le timbre, d.h. 6 centimes, die bei der Emission für je 100 Frances Nominalwert zu zahlen waren. | b) l’impöt de transmission, d. h. 25 centimes, die bei der Emission von Inhaberaktien für je 100 Frances Nominalwert zu zahlen waren. 1’ impöt sur le revenu, eine jährlich zu entrichtende Steuer von 4% des Einkommens, das ein Wertpapier brachte. 2) Marc de Valette, The Placing of American Securities in France, Moody‘s Magazine. Bd. 11 (Januar 1911). S. 37—483. 3) Die Philadelphia Company ist eine sogenannte Holding Company. Ihr Hauptbesitz sind die Anteile der Pittsburg Railway Company, der 600 Meilen elektrische Bahnen in dem industriereichen Bezirk um Pitts- burg, sowie die Gasanstalten dort gehören. 4) Paul Leroy-Beaulieu, les valeurs americaines en France. Econo- miste Francais. 37. Jahrg. (1909). S. 41—43. James Edmund Dunning, American Securities in Europe. North American Review. Bd. 194 (Oktober 1911). S. 555. Frank D. Pavey, Sales of American Securities in Franos.‘ North American Review. Bd. 190 (Dezember 1909). S. 811—818.