s1 folgedessen wurde der Überschuß der Ausfuhr der Union über die Einfuhr Ende der neunziger Jahre so groß, daß er in den Schuldenzinsen an Europa, den Ausgaben amerika- nischer Touristen dort, Frachtzahlungen und Heimsendungen Eingewanderter einen nur teilweisen Ausgleich fand und eine starke Aktivität der amerikanischen Zahlungsbilanz herbei- führte, Überschuß der Ausfuhr über die Einfuhr in Millionen Dollar. 1895 23 L896 324 L897 357 L898 621 1899 477 L900 649 1901 585 1902 478 Ven dem in den drei Jahren 1898—1900 einschließlich entstandenen Ausfuhrüberschuß von 1747 Millionen Dollar waren ungefähr 840 Millionen Dollar, der Gesamtbetrag der in diesen Jahren an Europa gezahlten Summen, abzuziehen!),. Ihr Jahresdurchschnitt (280 Millionen Dollar) setzte sich aus folgenden Posten zusammen: Schuldenzinsen . . . Sa Frachten. ......000.00.1 . Ausgaben amerikanischer Touristen in Europa Geldsendungen Eingewanderter nach Europa ?) 90 Mill. D. 30 100 ”„ ”„ SE 280 Mill. D. Die Zahlungsbilanz der Vereinigten Staaten wies also für die Jahre 1898—1900 einen Aktivsaldo von 907 Mill. Dollar auf, den Europa zur Vermeidung ruinöser Goldex- porte mit Effekten begleichen mußte, so daß ein Teil der in der Alten Welt untergebrachten Nordamerikanischen Wertpapiere damals zurückging, Die Schätzung ihres Ge- samtbetrages schwankt zwischen 450 und 1050 Millionen Dollar, Sieben große internationale Bankhäuser in New York rechneten aus, daß im Jahre 1898 für 260 Millionen Dollar, vom 1. Januar bis zum 1. August 1899, für 115 Mill. 1) Walter F. Ford, American Investments in England. Contem- porary Review. Bd. 81 (1902) S. 401. ?) Speare schätzte die nach Europa gesandten Geldbeträge Ein- gewanderter 1908 auf 250 Millionen Dollar und meinte, daß ihr Gesamt- betrag jährlich um 10% wachse. Er würde demnach 1898 ungefähr 100 Millionen Dollar betragen haben. Charles F. Speare, What America pays Suropo for Immigrant Labor. North American Review. Bd. 187 (1908 . 107). v. Reibnitz, Kapitalswanderungen