und Geschichte, höhere Mathematik, Physik und Chemie, Verkehrstechnik, Pädagogik, Staatsbürgerkunde und Volkswirtschaftslehre gelehrt. Bekleidung, Ausrüstung und Bewaffnung des Bundesheeres. Bei Aufstellung des Bundesheeres war die Adjustie- Mo nur auf das Feldmäßige eingestellt. Vorerst estand noch die Felduniform der k. u. k. Armee, Ken dert durch die Tellerkappe, den abzeichenlosen ragen und verschiedentliche Streifen am Unterärmel —- Gradabzeichen. Das Tragen der Seitenwaffe außer Ward war verboten. Gleich in den ersten Jahren zu e der Neuadjustierung entsprechende Fürsorge glei endet In dem Bestreben, eine möglichste An- zu ung an die Uniform des deutschen Reichsheeres Ar U wurden zunächst als Gradabzeichen eben klappen gewählt. Die bisher leeren Krägen Waller Litzen mit der Kennfarbe der einzelnen außer Tyeitungen. Seit 1923 ist die Seitenwaffe auch and Tr Dienst wieder zu tragen, Offiziere, Unteroffiziere ara alle Berittenen erhielten den Säbel. Portepees Hera wieder allgemein eingeführt. 1925 wurde den ei esangehörigen als Gesellschaftskleid das Tragen nes Waffenrockes gestattet., yo esentliche Unterschiede in der Charge, in der den U und im Grad der Ausbildung wurden in Adıu olgenden Jahren durch Ergänzungen an der das ern hervorgehoben. So erhielten die Generale Besatı, dgestickte Eichenlaub auf dem Kragen und rote nd reifen auf den Beinkleidern; die Stabschef Ss schnd Det mIEn macht eine mattsilberne Adjutanten- Offizier enntlich; Verwendungsabzeichen lassen Unter- Wendun, und Wehrmänner nach ihren besonderen Ver- Beschla nn (Motorbootlenker, Zeugsdienst, Sanitätsdienst, durch ABschmiede usw.) unterscheiden; schließlich wurde Mittel ie Einführung der Ausbildungsauszeichnung ein Schickn in Anerkennung besonderer militärischer Ge- 1 ichkeiten geschaffen. Kriegen Ausrüstung mußte zunächst auf die alten Bere gre Hmle, soweit sie vor der Sachabrüstung äußersı werden konnten, gegriffen werden. Nur durch Verwe a Sparsamkeit und eine besonders geschickte Gel Aminen der zur Verfügung stehenden geringen auf ein el gelang es, die Ausrüstung des Bundesheeres ütspreck, den Anforderungen des Felddienstes halbwegs Sestalter enden „Stand zu bringen. Noch schwieriger der an e sich die Spezialausrüstung, die infolge Neem Yvachen fortschreitenden kriegstechnischen Durch ngen außergewöhnliche Geldmittel erfordert. und dus nschende Studien, unermüdliche Erprobungen mit gen die, schon der alten Armee eigene Fähigkeit, die a Mitteln Brauchbares zu schaffen, wurde So können Me Unzulänglichkeit vielfach ausgeglichen. Meßzü en zum Beispiel die Spezialausrüstung hei den dere vn der Artillerie und der Infanterie, die beson- Maskenpar tung der Pioniere, die begonnene Gas- truppe un Daflung, das Funkgerät der Telegraphen- Nissen vieles andere, mit den zeitgemäßen Erforder- Muniea Daus Schritt halten. Die Bewaffnung und Sngbegrer, n, durch den Staatsvertrag in ein starres und Nztes System gezwungen, boten nur wenig Wöglichkeit zu fortschreitender Entwicklung. Trotzdem vurde getrachtet, im Rahmen des Möglichen wenigstens ine Verbesserung der Leistungsfähigkeit der zuge- ‚tandenen Waffen zu erzielen. Gewissenhafte Instand- 1altung der Waffen unterstützen dieses Bestreben. Ein Zroßteil der geleisteten Arbeit galt der Begründung ;iner fachgemäßen Gebarung mit Waffen und Munition, lie von der Volkswehr in arger Verwahrlosung und nordnung zurückgelassen worden waren. Durch eine srründliche theoretische und praktische Schulung im Zebrauch der Waffen und durch eine im Bundesheer :ingeführte verbesserte Schießtechnik werden Höchst- eistungen und beste Ausnützung der Waffen erreicht ınd der Wert der FEinzelwaffe erhöht. Es ist auch vor- zesorgt, daß alle dem Bundesheer verbotenen zeit- zemäßen Kriegsmittel, um sich ihrer zu erwehren. venigstens theoretisch studiert werden. Die Ausbildung im Bundesheer. Die Ausbildung im Bundesheer, die im Jahr 1920 ıufgenommen wurde, fand im Vergleich zur Aus- bildung: in der Öösterreichisch-ungarischen Wehr- macht eine völlig geänderte Grundlage. Das große Jeer mit allgemeiner Wehrpflicht war durch das ‚eine Berufsheer mit langer Dienstzeit abgelöst vorden. Die Grundlage jeder Armee, der Sinn für 3ehorsam, Zucht und Ordnung, war anfangs über- ıaupt nicht vorhanden. Revolutionäre Sitten hbe- ıaupteten sich gar zu leicht in jenen sozial erregten, virtschaftlich trostlosen und politisch erschütterten Zeiten. So war es auch im Beginn des Bundesheeres nit der militärischen Ausbildung, die bloß einen Bruchteil der Beschäftigung der Truppen ausfüllte, nicht ‚um besten bestellt. Alles stand noch unter dem Ein- Iruck des Volkswehrgeistes, die Armee weniger als ine solche, denn als einseitiges Kampf- und Propa- zandamittel aufzufassen. Die sogenannte „Geistesaus- »ildung” nahm damals einen breiten Raum ein und ‚;ollte den Soldaten unter dem Deckmantel der Bildung nit Parteidoktrinen erfüllen. Der allzu frei betriebene jport überwucherte und kannte keinerlei Beziehung zu den Figenheiten des militärischen Dienstes. Wird n Betracht gezogen, daß der Rest aller Tätigkeit in ler Arbeitsausbildung (Vorschulung für das spätere ‚ürgerliche Leben) bestand und gleichzeitig der Acht- tundentag in sinnloser Uebertragung auf den Militär- lienst zu gelten hatte, dann ist leicht zu verstehen, laß von einer militärischen Ausbildung nicht die Rede ein und daß unter derartigen Voraussetzungen eine ‚olche nur in langjähriger mühevoller Arbeit erzielt verden konnte. Das Jahr der Burgenlandbe- etzung mit dem länger andauernden Grenzschutz- lienst brachte den Vorteil, daß das Verständnis für arnste militärische Ausbildung gehoben wurde ınd auch tatsächlich Gelegenheit eintrat, die Truppen ner fachlichen Ausbildung zuzuführen. Freilich hat lann die starke finanzielle Drosselung des Heeres- yudgets der Ausbildungstätigkeit neue Hindernisse in len Weg gelegt und sie oft vor schier unlösbare ’robleme — mit den geringen Mitteln überhaupt etwas 'ruchtbringendes zu leisten — gestellt. Aber trotz allem selang es vorwärtszuschreiten.