Franz Spunda gestaltet, geistig und vertieft, phan- die zunächst Anspruch auf Beachtung in Feuilleton tastische Vorwürfe Meyrinckscher Art. Der junge ınd Zeitschrift angemeldet haben. Das Bild bliebe Oskar Jellinek hat mit der Novelle „Die Mutter ınvollständig, fügte man nicht auch jene Begabungen der Neun” und „Der Sohn” bestätigt, daß auch der ‘hinzu, die gleichsam am Rand von Literatur und Sieger eines Preisausschreibens einmal ein wirklicher hilosophie stehen oder deren Werk gleichsam Dichter sein kann. Josef Gregor ist als Prosaist von zwischen Dichtung und künstlerischem Zeitbericht eine großer Sprachgewalt aufgefallen, Kurt Frieberger 3rücke bildet. Da ist vor allem Egon Friedell, der hat mit einem Roman „Danae” und einer Novellen- in seiner „Kulturgeschichte der Neuzeit” mit wahr- sammlung „Alle Wege zu dir selber” am klarsten haft geistiger Eleganz bekräftigt, daß es auch im das Wesen seiner Begabung erkennen lassen. Auch 20. Jahrhundert noch einen wahrhaftigen Polyhistor Ernst Decsey, der Musiker-Biograph, ist mit Romanen zeben kann; Moritz Scheyer, der Schilderer ferner Österreichischer Färbung ‚hervorgetreten, Hans von Kultur, der Literarkritiker Oskar Katann, der Hammerstein hat 1028 in einem Epos „Die Aasen” Dostojewski-Deuter Hans Prager. Und der Musiker in ganz neuer Art die Aufmerksamkeit auf sich ge- 3ernhard Paumgartner, der Leiter des Mozarteums lenkt, Andreas Thom nach dem Kriegsende mit einem n Salzburg, der das Leben Mozarts nicht nur Roman „Baal” die Erwartungen seines ersten Buches schlechthin beschreibt, sondern wie -einen atem- „Lindeleid” neu bestätigt, Hans Nüchtern hat einen >eraubenden Roman nachdichtet, Paul Stefan, der Novellenkreis „Der stumme Kampf” geschrieben und Schubert in gleich lebendiger Weise dem deutschen der Kärntner Josef Friedrich Perkonig setzt gleich- Leser nahe rückt, der Klosterneuburger Professor sam das Erbe Bartschs in kräftiger Art fort. Der sehr 1“udwig, der mit einem Werk „Nibelungenstraße” persönliche Denker Edmund Colerus tritt in den zleichsam Kulturgeschichte als Dichtung treibt. Die Vordergrund, ihm ist noch eine besondere Zukunfi Dialektdichtung schließlich lebt noch immer recht als Gestalter der Generation von 1928 — sein letzter ‚ebendig im Geiste Stelzhammers und zeigt sehr viele Roman heißt „Die neue Rasse” — gewiß. Franz Namen der MNachstrebenden unter denen Karl Rebiczek hat mit einem Roman „Jan Bagesens Pschorn, Zephyrin Zettl, der junge Fritz Zöttl Fahrt” viele Freunde gefunden und erst im letzten and Karl Bacher genannt sind. Jahr ist Erwin H. Rainalter mit einem Bauern- Trotz dieser Fülle erkennt der Rückblickende auch coman „Die verkaufte Heimat” mit einem einzigen ;;chon manche Lücke, die der Tod im letzten Jahr- Zroßen Schritt in die erste Reihe gelangt. Der Grazer zehnt gerissen hat. Der .greise Ottokar Kernstock ist Eduard Hoffer hat mit seinem Roman „Der blaue ıchtzigjährig und auf dem Gipfel eines reichen (auch General” ein wohl einmaliges Bild österreichischen srfolgreichen) Lebens 10928 gestorben, der junge Charakters gegeben, Alfred Grünewald ist als Er- Grazer Bruno Ertler gerade als die Hoffnung erster Zähler, Dramatiker und Lyriker beachtet worden. Gedichtbände und Novellen sich zur Erfüllung Und wieviele werden eben jetzt erst als Nachrückende zrößerer Aufgaben runden wollten, Jahre vor ihm erne sichtbar? 'st der Salzburger Rottauscher nach großen ersten Ein paar starke neue Lyriker zu denen, die I918 ?rfolgen als Lyriker, Erzähler und Dramatiker mitten galten. Neben dem Meister der Ballade Csokor, m Aufstieg gehemmt worden. Der kühne Denker neben Werfel, Zweig und Hans Müller, der sich dann Robert Müller ist kaum vierzigjährig von uns ge- Sanz dem Theater zugewendet hat, ist nun der Ober- zangen, der Humorist Rudolf Stürzer, Fritz Stüber- Österreicher Rudolf Billinger mit einem „Perchten- Gunther, den sein Raimund-Roman dichterisch stark Spiel” bei den Salzburger Festspielen vor die Welt- beglaubigte, Arthur Trebitsch, ein Philosoph beson- Öffentlichkeit getreten, der Priester Suso Waldeck lerer und umstrittener Prägung, auch Thaddäus hat sich mit einem Buch „Die Antlitzgedichte” als ein Büttner, ein Sieger des Theaters, muß hier genannt Lyriker von Rilkeschhem Rang geoffenbart. Weitere: werden. Eine Prosa wie die seine, zugleich voll Zart- Alexander Lernet-Holenia, auf den man durch 2eit und Farbenpracht, ist seit seinem Heimgang Seine Theaterstücke allgemein aufmerksam geworden „icht mehr geschrieben worden. Und knapp nach St und der Kärntner Johannes Lindner. Der junge Kriegsende starb auch Peter Altenberg... Wiener Theodor Kramer ist als Dichter persönlich Das katholische Literaturleben, dem Franz Eichert erfaßter Probleme des Proletariats in Erscheinung 1026 entrissen wurde, ist noch immer um Kralik und Frseten; in einem Gedankenkreis, der auch Ernst um die „Leo-Gesellschaft” gesammelt. Friedrich August pi her und Hugo Sonka-Sonnenschein bewegt. ux wirkt als Dichter, Philosoph und Literarkritiker, a ie Grazer Julius Franz Schütz und Herbert Gigler, ichard von Schaukal behauptet in klassischer Voll- er bedeutende Max Fleischer zählen schon heute >»ndung hohe Iyrische Meisterschaft, Georg Terramare SewWichtig, neben ihnen Dutzende, die einstweilen schafft als Romandichter auf katholischem Grund vor Ca en locken, interessieren. Arthur Fischer- einem Leserkreis, der sich ganz allgemein verteilt. Buck rie, Georg Ullrich, Otto Fürth; kaum ein Der sprachstarke Bruder Willram in Innsbruck und würde genügen, nur alle einmal aufzuzählen, der volkstümliche Reinmichl, der Literaturkritiker