erzeugung und erreichte im Jahre 10922 mit 3'3 Millionen Tonnen (05 Betriebe, 23.425 Beschäftigte) einen vorläufigen Höchststand. Während bis 1022 die Steigerung der grubenmäßig gewonnenen Erzeugung nur durch die Zröffnung neuer Betriebe und die vermehrte Finstellung 1euer Arbeitskräfte erzielt wurde, die steigenden Förderziffern dieser Zeit daher von einem sinkenden Förderanteil pro Kopf begleitet sind, zeigt die mit 1023 eintretende Steigerung alle Merkmale eines Dauer versprechenden Anstieges: rückgängige Zahl der Betriebe, abnehmende Zahl der Belegschaft, steigenden Förderanteil pro Kopf. Im Jahre 1927 überschreitet der auf den Kopf der Belegschaft entfallende jährliche Förderanteil die Friedensziffer (248’8 gegen 212°6 im Jahre 1913) um '6°5°% und nach Ausscheidung des auf den Tagbau entfallenden Anteiles noch um 0'1%. Die erst schätzungsweise vorliegenden Ziffern für 1928 lassen eine weitere wesentliche Steigerung des jährlichen Förderanteiles voraussehen, da die Förderung des Jahres 1928 ohne Erıöhung der Belegschaft gegen das Jahr 1927 um rund 7% gesteigert werden konnte. Der Abfall minder leistungsfähiger Betriebe und kapi-:alsschwacher Unternehmer hat auch in Oesterreich zu ziner starken Konzentration im Kohlenbergbau geführt. Rund 63% der Gesamterzeugung bringen die Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft, die Wolfsegg-Traunt'haler Kohlenwerks A. G. und die Gewerkschaft Zillingsdorf zusammen auf und hievon entfallen wieder zwei Drittel auf die Oesterreichisch-Alpine Montangesellschaft allein, die seit der im Jahre 1927 erfolgten Uebernahme der Sruben der Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbaugesellschaft mit einer Tageserzeugung von durchschnittlich 450 Waggons Oesterreichs größter Kohlenerzeuger ist. Während aber im Jahre 1013 die Oesterreichisch-Alpine Montanzesellschaft ihre damalige Erzeugung von rund 40 Wagzons täglich lediglich für den Figenbedarf in Anspruch ıahm, führt sie heute arbeitstäglich über 200 Waggons Kohle dem Markte zu. Auch in Oesterreich hat es an Versuchen, die in der Kohle schlummernden Energien nach dem Vorbilde der Jleutschen Braunkohlenindustrie restlos auszunützen und den Absatz der Kohle durch deren Veredelung zu steigern, nicht gefehlt. Bisher haben weder die im großen Maßstabe vorgenommenen Schwelversuche, noch die in der Bergiusanlage zu Rheinau bei Mannheim mit öster-’eichischen Kohlen gemachten Versuche einer Verflüssigung zu praktischen Ergebnissen geführt, obwohl sich bestimmte österreichische Braunkohlen beispielsweise für lie Durchführung des Halbverkokungsprozesses in höı1erem Maße geeignet gezeigt haben als die mitteldeutsche Braunkohle und hiebei aus an sich minderwertigen Kohlen 2aochwertige Brennstoffe mit einem Heizwerte bis 6000 der 7000 Wärmeeinheiten gewonnen werden konnten und obwohl auch das Verfahren der künstlichen Wasser-;toffanlagerung an fester Kohle nach Bergius ebenfalls überraschend gute Ergebnisse zeitigte, liegt die Verwenlung dieser Veredelungsverfahren für österreichische Kohlen immerhin im Bereiche der Möglichkeit. Hingegen hat ein von weiland Professor Dr. Hans Fleißner an der Montanistischen Hochschule in Leoben .n jahrelangen Versuchen ausgearbeitetes Kohlentrocknungsverfahren, das einen neuen Weg zur besseren Ververtung inländischer Kohlen zeigte, sich bereits im prakischen Betriebe durchgesetzt. Durch Einführung dieses ‘erfahrens ist es gelungen, den Absatz eines Teiles der ‚Öflacher Kohlen, deren. Heizwert nur 3500 Wärmeeinıeiten beträgt, weil er durch einen bis 35% reichenden Vassergehalt beeinträchtigt ist, günstig zu beeinflussen. ie mittleren Marken des Köflacher Revieres werden 'urch die Trocknung auf einen Wassergehalt von 14% sebracht und ihr Heizwert wird auf 5000 Wärmeeinıeiten gesteigert. Die Trockenkohle bildet erfahrungsz‚emäß einen vollwertigen Ersatz für hochwertige Braun-;ohle und fallweise selbst für Steinkohle und eröffnet lie Aussicht, den Bedarf an ausländischen Steinkohlen, ler die Finfuhr mit wenigstens rund 150 Millionen Schiling belastet, teilweise einschränken zu können. Der Kohlenberghbau war bestrebt, die Kenntnis von der österreichischen Kohle und von ihrer Eignung für Indu-‘trie-, Gewerbe- und Hausbrandzwecke durch regelmäßige /orführungen auf den Wiener Messen und durch eifrige Werbe- und Aufklärungsarbeiten auch in weitere Ver-‚rauchskreise zu tragen. Die immer häufigere Rücksicht-1aahme auf die Verwendung inländischer Kohle beim inbau von Heizungsanlagen in öffentlichen und privaten ;ebäuden und der fortschreitende Ausbau kalorischer sraftwerke in Anlehnung an bestehende Wasserkraftwerke zur Deckung von Spitzenleistungen, lassen auch ür die Zukunft eine weitere, von der Konjunktur wenizer abhängige Ausdehnung des Absatzes an inländischer Kohle erwarten. N. Erzbergbau. In der Kriegs- und Nachkriegszeit hat es nicht an Versuchen gefehlt, aufgelassene Erzberghaue wieder zu zjewältigen — und einzelne dieser, oft an ehrwürdigen ;tätten alter Bergbaukunst unternommenen Versuche assen für die Zukunft eine günstige Entwicklung erhoffen — loch bilden auch heute noch die seit alters bekannten steirischen Eisen-, Salzburger Kupfer- und tärntner Bleivorkommen die Grundlage des östereichischen Erzbergbaues. Die Eisenerzlager haben hre Hauptentwicklung in dem Vorkommen gefunden, las als „Steirischer Erzberg“ weltbekannt ist. Birgt doch ler bis 1532 m Seehöhe ansteigende und die Talsohle ım 800 m überragende Erzberg einen wahrscheinlich ‘hon seit 712, also seit mehr als 1200 Jahren aus-‚ebeuteten und voraussichtlich auf weitere Jahrhunderte eichenden Erzstock, der im Kalk abgelagert ist und tellenweise eine Mächtigkeit von 200 m erreicht. Der sbbau des Erzstockes erfolgt als Tagbau in 60 Stufen ‚on 8-20 m Höhe, welche dem Berge ein charakteristisches, veithin sichtbares Gepräge geben. Das Vorkommen steht seit 1881 in Besitze der Oesterreichisch-Alpinen Montanzesellschaft, der auch das zweitwichtigste Fisenerzvor-<ommen Oesterreichs am Hüttenberger Erzberg in Kärnten zehört. Die weitgehende Umstellung der Betriebe auf elekrischen Antrieb, die Medchanisierung der Gewinnung und "örderung im Tagbau des Erzberges durch Einstellung chwerer Stoßbohrmaschinen und Bohrhämmer, Verwentung elektrischer Raupenschlepper-Bagger sowie durch len Bau eines 1‘'3 km langen, elektrisch betriebenen Peronenaufzuges zur Beförderung der Arbeiter aus Fisen-Tz zu den hochgelegenen Arbeitsplätzen, die Frrichtung