leistungsfähiger Klassieranlagen und brennstoffsparender Aöstöfen nach dem System Apold-Fleißner, die Finfüh- ’ung einer modernen Schlämmversatzanlage in Hüttenberg ıat die Leistungsfähigkeit der Betriebe am Steirischen ınd Hüttenberger Erzberg ganz außerordentlich gehoben. Die Gewinnung an Eisenerzen ist, wie aus umstehen- der Zahlentafel hervorgeht, seit I0919 — wenn von dem vorübergehenden Hochstande in den Jahren 1022 and 1923 abgesehen wird — dauernd im Ansteigen be- griffen und reicht bereits nahe an jene der Vorkriegs- zeit heran. Die Steigerung der letzten Jahre ist vor- wiegend auf den steigenden Inlandsbedarf, die sprung- ı1afte Steigerung an der Wende 1926/27 auf namhafte Erzschlüsse zurückzuführen, welche die Oesterreichisch- Alpine Montangesellschaft mit westfälischen, tschecho- ;lovakischen und polnischen Hüttenwerken getätigt hat. Während der Eisenerzbergbau somit über die Deckung des Inlandsbedarfes hinaus durch seine steigende Aus- {uhr zur Herabminderung des Handelsbilanzpassivums veiträgt, ist der sonstige Metallbergbau auch nicht an- Ahemd in der Lage, den inländischen Bedarf an Kupfer, Blei und Zink zu decken, so daß Oesterreich trotz einer erheblichen Eigenerzeugung bedeutende Werte an diesen Metallen aus dem Auslande einführt. Die Entwicklung des Metallerzbergbaues wurde vor allem dadurdı un- günstig beeinflußt, daß er während des Krieges den not- wendigen Aufschluß vernachlässigen und seine anstehenden Ärzmittel abbauen mußte und daß es ihm nun mit dem Vordringen in die Tiefe immer schwerer fällt, die Rück- Stände im Aufschluß und die häufig gleichzeitig sich zeigende Verarmung in der Erzführung zu überwinden. Zudem steht der Metallbergbau viel stärker als in der Vorkriegszeit unter dem Einfluße der Weltwirtschaft, und leidet unter der Unsicherheit der Entwicklung der Metall- Preise, Das hat zur Folge, daß der Metallbergbau nicht in der Lage ist, nadcı den Grundsätzen einer gesunden Be- triebsführung Betriebspläne auf lange Sicht aufzustellen, den Ertrag geplanter Ausgestaltungen rechnerisch zu er- Mitteln und Hoffnungsschläge in wünschenswertem Um- ange zu treiben. Unter der geringen Zahl bauwürdiger Kupfer vorkommen Oesterreichs ist das bedeutendste jenes am Mitterberg bei Mühlbach in Salzburg. Von den Kupfervorkommen Tirols ist jenes von Schwaz erwähnens- wert; das dortige Fahlerzvorkommen führt auch Quec- ber und Silber und wurde früher als Silberbergbau betrie- ben. In geringerer Menge wird Kupfer auch bei einem Bergbau auf kupferhältigen Schwefelkies in Kallwang ge- Wonnen, während anderseits der für die Zellulosefabri- kation wichtige Schwefelkies auch in den meisten Kupfer- bergbauen mitgewonnen wird, Das wichtigste Vorkommen von Blei und Zink findet Sich am Bleiberger Erzberg unweit von Villach in Kärnten. Da der Bergbau der Bleiberger Bergwerksunion durch die im Friedensvertrag festgesetzte Grenzziehung den Srößten Teil seiner im Mieser Revier gelegenen Erzbasis verloren hat und auf den Betrieb des Bleiberg-Kreuther Revieres beschränkt ist, suchte er durch Eröffnung neuer Abbauhorizonte und durch Ausdehnung der maschinellen Abbaugewinnung den Betrieb leistungsfähiger zu ge- stalten, die Aufbereitungsverluste durch Errichtung einer ’lotationsanlage herabzusetzen und durch großzügige Schurfarbeiten in den Karawanken Kraatz für die ver- orengegangenen Vorräte zu schaffen. Mit der Erwerbung les Burgenlandes erfuhr der österreichische Erzbergbau äne wertvolle Ergänzung durch den Hinzutritt des \ntimonvorkommens von Schlaining. Ein Teil der zewinnung wird in der dem Bergbau angegliederten A\ntimonhütte auf Antimon regulus verarbeitet, der Rest m Auslande verhüttet; die von der Hütte seit längerer Zeit geführten Versuche, das Metall nach einem neuen Verfahren zu gewinnen, sind noch nicht zum Abschluß zelangt. Eine Uebersicht über die Zahl der Betriebe, den Ar- yeiterstand und den Gesamtwert der im österreichischen Irzbergbaue gewonnenen Produkte für die Zeit nach ler Finführung der Schillingwährung (1923) gibt die olgende Zahlentafel. In den ausgewiesenen Werten sind ıuch die geringen Mengen von Silber-, Arsen- und Quecksilbererzen berücksichtigt, welche von den Metall- vergbauen mitgewonnen wurden. Fra Jahr beschäftigten Personen Wert der jewinnung in | en DE Sn 1000 S oriahr*) Betriebe 1923 31 7.148 17.026 — 1924 31 6.259 13.386 i —213 1925 29 5.753 14.737 +101 1926 25 5.927 16.173 + 97 1927 25° 6.100 20.420 +26:2 1928*) 24 6.000 22,000 + 77 c\ Bert tet Kohlentrocknungsanlagen (nach dem Verfahren Professor Fleißner) beim Karlschachte der Österreichisch-Alpine Montangesellschaft