Museum gehört zu den bedeutendsten kulturellen Neu- schöpfungen Oesterreichs und ist die Grundlage für ein naturwissenschaftliches Weltmuseum, das als Gegenstück: zum Technischen Deutschen Museum in München gedacht ist. ; Salzburg mit seiner alten Musik- und Theater- kultur ist wie keine andere Stadt berufen, durch ein Theater und Spiele besonderer Art Gäste aus aller Welt an sich zu fesseln. Seit 1920 finden alljährlich unter Professor Max Reinhardts Leitung „Festspiele” statt, die von der Salzburger Festspielhausgemeinde veranstaltet werden. Im Jahre 1025/26 wurde Jurch die Architekten Eduard Hütter und im be- sonderen Clemens Holzmeister die alte Reitschule des Hofmarstalls zu einem großen Theater- und Gesellschaftssaal umgebaut, nachdem Landeshauptmann Dr. Rehrl die finanzielle Basis hiefür unter nicht unbedeutenden Schwierigkeiten geschaffen hatte; so war den Salzburger Festspielen (siehe die Salzburger Festspiele Seite 180) ein‘ dauerndes Heim gesichert. An dem Bau hat gleichwie beim Kollegbau Peter Behrent auch die moderne Kunst Anteil, indem Pro- “essor Anton Faistauer das Foyer mit Fresken und Kolig die Vorhalle mit einem Mosaik ausschmückten. Diese Festspiele, die in der ganzen zivilisierten Welt Beachtung finden, tragen nicht zum letzten dazu bei, daß die Fremdenverkehrsziffer ständig im Wach- sen ist. Im Jahre 1913 betrug die Zahl der in der Stadt Salzburg in Hotels und sonstigen Herbergen abge- stiegenen Fremden 181.068. Nachdem im Jahre 1017 Der österreichische Zlatarog Die weiße Gemse, die vom Tronfolger Franz Ferdinand im August 1913 im Blühnbachtal erlegt wurde, in der Jagdabteilung des Neuen Museums für allgemeine Naturkunde in Salzburg der Tiefstand mit 72.430 erreicht worden war, ist liese Ziffer, mit Ausnahme einer durch den Mark- sturz 1022/23 hervorgerufenen Senkung, beständig im Wachsen und hat im Jahre 1027 bereits 247.249 mit 158.310 Uebernachtungen erreicht. Im Jahre 1028 wurden infolge des Sängerfestes in Wien bereits mit Ende September 257.500 Fremde mit 358.053 Veber- nachtungen gezählt. Durch die Schaffung des Flugplatzes in Maxglan ınd die Errichtung von Sommerlinien nach Wien, Innsbruck, München, Klagenfurt wurde Salzburg auch in den Flugverkehr einbezogen. Auch das Innere des Landes selbst wurde eigentlich erst in den allerletzten Jahren erschlos- sen, indem teilweise im Verein mit der Postverwaltung ein ausgebrei- tetes Netz von Automobillinien zur Befriedigung der lokalen Ver- kehrsbedürfnisse, aber auch sehr zur Förderung des Fremdenverkehrs ge- schaffen wurde. Diese Linien sind zum Teil ganzjährig, jedoch sind aussichtsreiche Verhandlungen im Gange, um einen Großteil der üb- rigen auch im Winter zu führen. Um die Verkehrsinteressen des Landes, insbesondere jene des Fremden- verkehrs, intensivst wahrzunehmen, wurde ein eigenes Landesver- kehrsamt, mit einem Fachmann in Verkehrsangelegenheiten an der Spitze, geschaffen. Neues Museum für allgemeine Naturkunde in Salzburg. Eröffnet 1924 Diorama „Hirschbrunft im Hochgebirge” in der Jagdabteilung des Museums x