90 DRITTER TEIL Neben diesen Gruppen sind zwei andere Gruppen gebildet worden: Gruppe H : Landbewohner, die in keine der vorhergehenden Gruppen eingereiht werden konnten. [: Städter, die in keine der vorhergehenden Gruppen eingereiht werden. konnten. Für den Vergleich der Erkrankungshäufigkeit hat Watson die Gruppen in eine vereinigt, deren Erkrankungssatz ausreichend nahe beieinander lag. Wir geben unten die Ergebnisse für die Jahrgänge 16, 20, 30, 40, 50 und 60 wieder. JÄHRLICHER ERKRANKUNGSSATZ (IN TAGEN) (bis 6 Monate Krankheit im Höchstfall) Alter Gruppe A,H, J . » B,C‚D . EFF... 6,05 6,89 9,10 NR 20 5,34 6,14 8,04 8,97 30 5,17 6,18 7,74 9.91 40 + 35 RR 50 8,70 „0,74 11,56 16.14 60 13,43 16,30 18,59 23.94 Erwähnt sei ferner als Berufstafel die Tafel von S. Dumas (Bulletin der Vereinigung der Schweizer Versicherungsmathematiker, 1911, 6. Heft), dıe aufgebaut ist auf der Erfahrung der Hilfskasse des Personals der Schweizer Transportunternehmungen in den Jahren 1902 und 1908. Wegen ihrer speziellen Bedeutung haben wir sie nicht wiedergegeben. Die vorausgehende Zusammenfassung würde als ihre natürliche Ergänzung aine Untersuchung über die Beständigkeit der erhaltenen Durchschnitte verlangen, d.h., den Vergleich für jedes der Beobachtungsjahre sowie für die späteren Jahre zwischen den in den Erkrankungstafeln vorgesehenen Sätzen und der wirklichen Erkrankungshäufigkeit. Aber die Fülle dieser Fragen verbietet uns, darauf einzugehen. $ 4. — Krankheitsdauer Eine Statistik über die Dauer der Erkrankungen ist unent- behrlich, wenn man sich über den Einfluss Rechenschaft ablegen will, den die Wartezeit und die Höchstdauer der Unterstützung auf die Kosten der Versicherung ausüben. Nehmen wir z. B. an, dass die Dauer der entschädigten Krank- heitsfälle in zwei Perioden geteilt wird : Die eine erstreckt sich vom Beginn der Krankheit bis zu einem Jahr, die andere beginnt am Ende des ersten Jahres und dauert unbeschränkt. Man kann dann unter diesen Voraussetzungen zwei KErkrankungssätze® unterscheiden, indem man getrennt die Krankheitstage zählt, die auf weniger als ein Jahr kranke Personen entfallen, und. diejenigen Krankheitstage, die auf länger als ein Jahr kranke Personen kommen. Das ist im wesentlichen der methodische Grundsatz, der in den Watson-Tafeln verfolgt wird. Man kann aber ebenso ein Verfahren verwenden, das sich auf die Anwendung eines Minderungskoeffizienten stützt. Man nennt so eine Zahl, die kleiner als die Einheit ist, mit der man den Er- krankungssatz vervielfältigen muss, um die Zahl der entschädigte» Krankheitsfälle zu erhalten. Die Wartezeit und die Höchstdauer