EINNAHMEQUELLEN UND FINANZGEBAREN 499 Unter dieser Annahme können also Klassen gebildet werden, indem man die „fortlaufende“ Darstellung der Lohnhäufigkeit, wie sie durch diese Kurve gezeigt ist, durch eine „unterbrochene“ Darstellung, wie sie durch Bild 2 gekennzeichnet ist, ersetzt. Sie baut sich auf folgendem Grundsatz auf : Man teilt die Löhne in. eine bestimmte Zahl von Stufen, die wir der Einfachheit halber unterei- nander gleich angenommen haben, die aber nicht gleich zu sein brau chen. Jedem dieser Teile entspricht eine Lohnklasse, die von einer unteren und einer oberen Grenze bestimmt wird. Man gibt in diese Klasse alle Versicherten, deren wirklicher Lohn zwischen diese beiden Grenzlinien fällt, nachdem man eine Bestimmung für die Klassen getroffen hat, in die man diejenigen einzureihen hat, deren Lohn gerade mit einer der beiden Grenzlinien zusam- menfällt. Ferner reiht man in die Klasse, deren obere Grenze der Höchstlohn ist, alle Versicherten ein, deren wirklicher Lohn diesen Höchstsatz überschreitet (was zur Folge haben kann, wie in dem angewandten Beispiel, dass die letzte Klasse stärker wie die vorletzte besetzt ist). Man kann dann den Inhalt jeder Klasse durch ein Rechteck darstellen, das als Grundlinie den dieser Klasse entsprechenden Ausschnitt und eine der Zahl der Versicherten entsprechende Fläche hat. Hieraus wählt man innerhalb der Lohnspanne jeder Klasse einen bestimmten Lohnwert, den man den Grundlohn der Klasse nennt. Nach diesem wird der Beitrag aller Versicherten dieser Klasse berechnet. Man behandelt also alle Versicherten so, als 5b sie den gleichen Lohn verdienen würden. Man ist sich sofort darüber klar, 1. dass man sich um so mehr der Darstellung der Wirklichkeit nähert, je mehr man die Lohnklassen vervielfältigt; dass, je näher der Grundlohn an die obere Grenze dieser Klasse heranrückt, um so mehr Einnahmen ein gleicher Beitragssatz für die Kasse bringen wird, aber zu gleicher Zeit die niederen Löhne dieser Klasse verhältnismässig benachteiligt sein werden. Die Schwankungen in den Einnah- men oder in der verhältnismässigen Einschätzung der Versicherten der nämlichen Klasse, die sich aus der Wahl des Grundlohns ergibt, sind übrigens um so unbedeu- tender, je zahlreicher die Lohnklassen werden. Es scheint demnach, von allen Gesichtspunkten aus betrachtet, dass sich die Bildung von möglichst zahlreichen Lohnklassen empfehlen würde. Aber man sieht sich auf diesem Weg sehr bald angehalten, will man nicht auf die Vorteile selbst D