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        <title>Grundfragen der Wirtschaft</title>
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      <div>Unternehmen versenktes Kapital. Risiko ist aber mit jedem Unter— 
nehmen verbunden, und ob der Ertrag mit dem ins Unteruehmen 
hineingesteckten Kapital in Beziehung gesetzt wird, ist eine äußerliche 
Frage der Geschäftsbetrachtung. Entscheidend kann nur sein die ei gue 
Verantwortumg für das Ergebnis des Wirtschaftens. In die— 
sem Sinne ist auch der Dieustmann ein Unternehmer, der nur mit der 
eignen Arbeitskraft wirtschaftet, der Haudwerker, der außer seiner 
eignen Arbeitskraft auch ein in Werkstatt und Einrichtung steckendes 
kleines Kapital bewirtschaftet, der Bauer, der außerdem das Risiko 
der Witterung trägt, der Kaufmann, bei dem ferner das Verderben 
von Waren und ihre Wertveränderungen eine Rolle spielt, endlich 
der Industrielle, der ein mehr oder weniger großes Vermögen an Be— 
triebsanlagen aufs Spiel setzt und sowohl von dem technischen Ge⸗ 
lingen seiner Erzeugnisse wie von dem lohnenden Absatz derselben ab⸗ 
hängig ist. Allen diesen ist gemeinsam, daß sie sich mit ihrer Person 
für eine auf Ertrag gestellte Aufgabe einsetzen und sowohl die aufge— 
wandten Ndühen und Kosten wie auch das verwendete Kapital ris⸗ 
kieren. Jeder Unternehmer muß in höherem oder geringerem Grad 
gewisse betriebstechnische Fähigkeiten besitzen, die von folgender Art 
sind: er muß den Beruf erkennen, er muß die ihm zur Verfügung 
stehenden Wirtschaftsmittel richtig nutzen, er muß den Erzeugerpreis 
unter dem Verkaufspreis halten, er mnuß die für das Unternehmen 
erforderliche Naturkraft beherrschen, er muß alle Wirtschaftsfaktoren 
zu zweckvoller Arbeit vereinigen und er muß die Absatzwege kennen 
und richtig benutzen. 
Das Risiko der Unternehmung ist um so geringer, je einfacher 
Produktions- und Absatzverhältnisse liegen, d. h. je sicherer der Unter⸗ 
nehmer auf den Absatz seiner Ware rechnen kann und je weniger 
abhängig die Erzeugung von unvorhersehbaren Umständen ist. Die 
kaufmännischen und technischen Anforderungen an die Wirtschafts- 
führung waren allgemein gering, solange nur Haudkraft verwendet 
wurde. Dies ist heute noch in der Bauernwirtschaft, im Handwerk 
und bei kleinen Haudelsgeschäften der Fall. Eine Unwälzung vollzog 
sich durch die Indienstnahme der Naturkraft mittels der Dampf— 
maschine. Es erfolgte damit eine ungeheure Verbilligung und Ver⸗ 
besserung der Leistungen, als Folge davon eine gewaltige Zunahme 
der Nachfrage und Steigerung der gesamten Gütererzeugung, eine 
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