42 A. Tatsachen das Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit, herausgegeben vom R.K.W., Berlin 1927, in knapper und gemeinverständlicher Form behandelt worden. Wir können uns daher darauf beschränken, hier lediglich eine Darstellung des Reichskuratoriums für Wirtschaftlichkeit in Umrissen zu geben und verweisen für das Nähere auf die ge⸗ nannte Literatur. Das Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit ist ursprünglich im Jahre 1921 als Reichskuratorium für Wirtschaftlichkeit in Industrie und Handwerk ins Leben gerufen worden. Während der ersten vier Jahre seines Bestehens arbeitete es ausschließlich mit Mitteln der Privatwirtschaft. Erst seit dem Jahre 1925 wird es, nachdem die Beschraͤnkung seines Arbeitsbereichs auf Industrie und Handwerk gefallen ist, aus öffentlichen Mitteln gespeist. Seit dieser Zeit erstreckt sich sein Tätigkeitsbereich auch auf den Handel, die Landwirtschaft, die Hauswirtschaft uswp. Das Reichskuratorium hat sich in erster Linie zur Aufgabe gemacht, das Verständnis für die Notwendigkeit der Rationalisierung in allen Teilen des deutschen Volkes zu wecken, an alle Interessierten Auskünfte zu geben, auf den Ausgleich von Gegen⸗ saͤtzen und die Abgrenzung der Arbeitsgebiete hinzuarbeiten, die Er⸗ gebnisse der Arbeiten zu sammeln und zu verbreiten. Das Reichs⸗ kuratorium leistet selbst keine Facharbeit, sondern überläßt diese den ihm angeschlossenen Körperschaften, die es zu diesem Zwecke finanziell unterstützt. Außerdem veröffentlicht es die monatlich erscheinenden R.K. W.⸗Nachrichten und ferner die R.K.W.-⸗Veröffentlichungen, meist Broschüren. Aus der Fülle der Körperschaften, die mit dem R.K.W. in Verbindung stehen, seien als besonders bedeutsam erwaͤhnt: a) Der Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung (AWg): Er erforscht u. a. technische Methoden und Vorgänge, die für verschiedene, nicht bloß einzelne Wirtschaftszʒweige gemeinsames Interesse haben, und stellt Richtlinien für deren rationelle Handhabung auf. Er legt Grundsatze für die betriebstechnische Arbeitsvorbereitung fest und