B. DIE WIRTSCHAFTSPOLITISCHE AUSWIRKUNG JE BEGRIFFE STAAT UND WIRTSCHAFT SIND NICHT STABILE D und statisch konstruierte, sogenannte „feststehende“ Be- griffe, sondern unterliegen dem Prinzip jedes Lebens, der Bewe- gung, der Dynamik. Sie wollen neue Formen annehmen, und zwar aus einem Grunde, der uns Bergleute ganz besonders an- geht. Das Leben in Staat und Wirtschaft ändert sich so schnell, weil die Technik so schnell fortschreitet; diese schreitet fort, weil unsere Naturerkenntnis in beschleunigtem Tempo wächst und zu entscheidenden Wahrheiten geführt hat, doch noch nicht so sehr auf organischem Gebiet — das kann und wird erst später mal alles anders werden —, sondern zunächst vielmehr auf anorganischem, also bergwirtschaftlichem Gebiet. Aus diesen Gründen steht gegenwärtig die anorganische Roh- stoffwirtschaft auf der politischen Bühne so weit im Vorder- grunde und lenkt alle Blicke auf sich, innenpolitisch wie außen- politisch. Und diese Spannungen vervielfachen sich, weil die Ansprüche der anorganischen Technik und die Leistungen dieser Technik der Natur gegenüber sich immerwährend gegenseitig steigern; — es ist das eine Gegenseitigkeit, wie früher der Kampf zwischen 230