werden. Die Geschichte unserer Kohlen-, Kali- und Erzproduk- tionspolitik sowie diejenige unserer Erdöl-, Kupfer- und Zinn- konsumentenpolitik in den letzten 30—40 Jahren zeigt, daß wir bei genügender geologischer und bergwirtschaftlicher Einsicht manches hätten anders machen müssen und können! — Und nun die großen außenpolitischen Fragen der letzten Zeit, der Gegenwart und der nächsten Zukunft! Schon kurze Andeutungen dürften genügen, um überall die Verflechtungen innerer mit äußerer Lagerstättenpolitik erkennen zu lassen und damit die dringende Notwendigkeit, von Reichs wie von Ver- bands wegen die Unterlagen gründlich und von langer Hand studieren zu lassen: Die Reparationen belasten wesentlich den Bergbau, teils direkt, teils indirekt, weil z. B. die Reichsbahn wegen ihrer Re- parationslasten dem Bergbau in der Frachtpolitik nicht genü- gend entgegenkommen kann, weder allgemein noch in den not- wendigen feineren Unterschieden mit Ausnahmetarifen. Schon die Reparationsgrundlage ging fehl: Deutschland sei reich, z. B. an Kohle- und Kalivorräten, also könne es viel zahlen. Das ist ein Trugschluß, solche Vorräte bilden an sich keinen Reichtum, wenn die Arbeitskraft nicht ausreicht, wenn das Kapital fehlt und der Absatz ins Ausland verhindert wird. Die hierauf aufzubauenden Auslandskredite vertragen nur milde Zinsen, sonst hört die Wettbewerbsfähigkeit, also der Absatz auf. Sobald also die notwendige Revision des Dawesplanes in Aus- sicht steht, sind hierfür die lagerstättenpolitischen Grundlagen in umfassender und einleuchtender Weise klarzulegen. 38