Auf die Bewertung durch den Markt — oder den Bruttover- kaufspreis — folgt also die Ertragsverteilung an die Beteiligten, die sich über ihre Anteile durchaus nicht einig sind; im Gegen- teil: ein großer Teil des ganzen sozialen Problems läßt sich zurückführen auf die Ertragsansprüche der an der Produktion beteiligten verschiedenen sozialen Schichten. Da es hierfür keinen loyalen Schlüssel gibt, entscheiden die jeweiligen Machtverhält- nisse: das ist die innigste und heikelste Berührungsfläche zwi- schen Wirtschaft und Politik, zwischen Staatsordnung und Wirts- schaftsordnung. Entwickeln wir nach dieser doppelseitigen Erklärung des Be- wertungsproblems unser Aufbau- und Produktionssystem nun- mehr unter besonderer Berücksichtigung der Marktentwicklung und der sozialen Kämpfe, so ergeben sich für die 9 Schnitt- punkte etwa folgende Bezeichnungen: Schema 6: Bewertung und Ertragsverteilung Natur + Arbeit = Kapital Verfügungsrechte Arbeitgeber Arbeitnehmer Unternehmer Anlage Betrieb Markt Lohn Gewinn Abschreibung Masse Bevölkerung Existenz Akkumulation C. Das Humanitätsprinzip Wir sahen: die polare Spannung zwischen Produktion und Konsumtion sucht Erlösung in einer gerechten Bewertung, so- wohl durch Bewertung der Güter im Preise wie durch Bewer- tung der beteiligten Leistungen im Lohnanteil. Da es gerechte 23