technici sprachlich sehr verschieden und inkongruent sind, und eine internationale wissenschaftliche Nomenklatur wohl in der Chemie und Mineralogie, auch in der Petrographie, allenfalls noch in der Geologie und theoretischen Lagerstättenkunde, aber nicht mehr in der angewandten oder ökonomischen Geologie und Mineralwirtschaft vorhanden ist. Die ganze internationale Mineralstatistik leidet hierunter schwer; sie ist eigentlich wissenschaftlich unbrauchbar und wird doch praktisch mangels einer besseren immerwährend gehandhabt und den Handelsbilanzen, Zolltarifen, Handelsverträgen usw. als etwas „amtlich“ Ermitteltes und also Richtiges zugrunde gelegt, während sie tatsächlich ein ganz trügerisches Gebilde voller Irrtümer, Täuschungen, Verwechslungen und Mißverständnissen ist. Jeder Steuerfachmann oder Handelspolitiker weiß davon ein Lied zu singen, sobald er wissenschaftlich und ehrlich diese Materie anzupacken versucht. Ähnlich wie die internationale Zahlensprache, die Statistik, ist das andere internationale Verständigungsmittel, das kartographische Bild der mineralischen Rohstoffquellen, die Karte der nutzbaren Mineralien, durchaus noch unentwickelt und erzeugt mehr Mißverständnisse als Übereinstimmung. Die Signaturen sind national verschieden und nicht eindeutig, und die Darstellung der wirtschaftlichen Bedeutung der Fundorte, der Vorräte, der Ein- und Ausfuhrwege, der Verarbeitungsorte und -arten, des Verbrauchs, des Bedarfs, der Preise usw. ist noch unvollkommen und läßt keine sicheren Vergleiche und weitere internationale Schlußfolgerungen zu. Die geologischen Vorräte, die sog. Lagerstätteninventuren mit ihrer örtlich so verschiedenen und zeitlich so schwankenden technischen Greifbarkeit und kaufmännischen Bauwürdigkeit sind nach den bisherigen Schätzungsmethoden der verschiedenen Länder nicht vergleichbar, also auch nicht summierbar, ohne irrige Vorstellungen zu erwecken. Ein weiterer Mangel aller bisherigen Wirtschaftsdarstellungen ist die einseitige Betonung der Erzeugung und die weitgehende Vernachlässigung des Studiums des Verbrauches, der Bedürf-25