betrauen, die die Gründung von Ortsverwaltungen der Bauernverbände betreffen. 3. In den mittleren und kleinen Bezirken müssen ebenfalls Ausschüsse für die Einrichtung von Verwaltungsstellen gebildet werden. 4, Die Gründung von Bauernverbänden in den Bezirken ist erst vor- zunehmen, nachdem die Hörer der Schule für die Bauernbewegung ihre Ausbildung beendet haben. 5. Auch Sektionen der Bauernverbände dürfen erst organisiert werden, wenn eine genügende Anzahl von ge- schulten Führern der Bauernbewegung vorhanden ist.*) Hier ist jedes Wort eine Perle, Alles hängt von der Schule ab! Die Führer werden einige Monate lernen, man wird ihnen Weisheiten eintrichtern und dann die Leitung so gestalten, daß sie „nicht der bestehenden Lage der Dinge widerspricht“. Der General spricht sich umsichtig gegen die Organisierung von unteren Verbandszellen aus. Die Leitung der Arbeiter- und Bauernverbände muß gut geschult sein und den Massen nicht zu nahe stehen, dann wird alles in Butter sein, Es entsteht aber die Frage: was soll man mit den Mördern tun? Was soll man mit denen seiner Kollegen tun, die mehr als tausend Menschen- leben auf dem Gewissen haben? Darüber macht sich der General keine Gedanken. Er für sich hat entschieden, daß die Ermordeten schuld sind, und bemüht sıch jetzt nur mit der Herstellung der Ordnung in den Arbeiter- und Bauernorganisationen, indem er seinen lächer- lichen Plan der Gewerkschaftsschule und der „guten Führer propa- giert. Wenn erst die Führer der Arbeiter- und Bauernorganisationen ebenso „klug“ sein werden wie-er, d. h. sich ein solides Vermögen an Grundstücken und barem Gelde zusammengeraubt haben, dann wird alles gut sein. Ich hätte den Plan des Generals nicht zitiert, wenn er nicht so außerordentlich charakteristisch wäre. Es lohnt aber nicht die Mühe, sein den Arbeitern und Bauern feindliches Geschwätz Punkt für Punkt durchzugehen. Wichtig ist nur zu betonen, daß diese neue Vertrauens- person des Politbüros der Kuomintang und der nationalen Regierung von neuem den konterrevolutionären Umsturz und den hinterlistigen Ueberfall Sukeisiangs auf die Arbeiter- und Bauernbewegung sank- tioniert und legalisiert hat, Das ist die Hauptsache, alles andere ist verbrämendes Beiwerk. So haben die linke Kuomintang und ihre „revolutionäre‘ Generale den Hunaner „Zwischenfall beigelegt“. Kann man sich überhaupt eine größere Verhöhnung der Arbeiter- und Bauernbewegung und der chine- sischen Revolution ausdenken als ein solches Verhalten gegenüber den Ereignissen in Hunan? — Wohl kaum. DAS GESICHT DER NEO-KONTERREVOLUTION Nachdem man so ideologisch, organisatorisch und politisch für den Ueberfall auf die Arbeiter und Bauern vorgesorgt hatte, war es nicht mehr schwer, in Wuhan selbst die Sache der Konterrevolution *) Beide Telegramme sind im Zentralorgan der Kuomintang, im „People Tribune“ von Anfang Jul 1927 abgedruckt.