VORSICHT! DER SETZKASTEN IST OFT DES INSERENTEN FEIND! 75 10. VORSICHT!!! DERSETZKASTENISTOFT DES INSERENTEN FEIND! Wenn man die Anzeigen in der „Provinzpresse“ mit kriti- schen Blicken betrachtet, so erlebt man allerlei Überraschungen. Obwohl gerade diese Inserate für viele Zeitungen die „milchende Kuh‘ bedeuten, denn sie werden meistens nach dem vollen Tarif bezahlt und der Verleger verliert dabei nichts durch Rabatte, finden sie doch recht häufig eine Behandlung, die beim geschulten Reklamefachmann mit Recht Kopfschütteln erregt. Ungeschickter, wenig wirkungsvoller, zuweilen sogar stümperhafter Satz — gar oft hebt der gedankenlose Setzer die nebensächlichsten, nichtssagenden Worte durch Riesenlettern aus dem Satzbild heraus, während die Worte oder Sätze, auf die es ankommt, kaum zu lesen sind — häßliche, unwirksame Umrandungen und abgequetschte, zerbrochene, beim Druck schmierende Typen sind alltägliche Erscheinungen. Ganz beson- dere Überraschungen kann man aber erleben, wenn der Auftrag- geber der Anzeige es der Druckerei, beziehungsweise dem Setzer überläßt, den gelieferten Text durch Beigabe eines Klischees zu „schmücken“. Um meine Worte kräftiger zu illustrieren, greife ich einmal hinein ins volle Leben der Anzeige, und wenn €s auch nicht interes- sant ist, wo ich es gepackt habe, . so ist es doch grotesk. Al- lerdings unfreiwillig grotesk, was keine Empfehlung ist. Die wiedergegebe- nen Beispiele stam- men aus dem Inse- ‚0808