DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE „Das Mammut wird das selbstverständlich ermöglichen, Herr Graf, Sie werden uns immer gerüstet finden. Für Ihren wunderbaren Luft- schifftyp einen wunderbaren Landeplatz auf dem Dach des Mammut- Hotels. Einen großen Fahrstuhl, um die Lufikutschen sanft zur Erde zu befördern, wo sie dann als Automobile ihre zweite Seele in der Brust betätigen können.‘ „Famos, Herr Direktor“, warf Gräfin Hella lebhaft ein. „Ich muß es nochmals wiederholen: Sie sind mein Mann. Wenn auch mein Mann protestiert. Übers Berliner Mammut geht eben nichts!“ „Höchstens Luftschiffe‘‘, meinte Klaus v. Lassen trocken. „Das ist das Los des Schönen auf der Erde. Und Ihr Haus ist wirklich etwas Schönes. Das sah mein fachmännisch geschulter Blick schon aus dem Wenigen, was ich bisher sah.“ „Gern führe ich Sie morgen im ganzen Haus herum, Herr v. Lassen“, erklärte der Direktor verbindlich. „Alle 400 Zimmer, Salons und ab- geschlossenen Appartements mit Bad brauchen Sie natürlich nicht zu durchwandern. Aber ich hoffe, Ihnen beweisen zu können, daß unsere Gäste im Mammut alles vereinigt finden, was eine ausschweifende Phan- tasie sich wünschen kann. Eleganz, Komfort, modernste Technik, Heim- ersatz besten Stils und Behaglichkeit. Wie Graf Dux, der geniale Flug- zeugpilot und Erfinder, in der Luft die Führung hat, so versuchen wir sie auf der Erde zu behalten.“ „Wacker, wacker!“ warf die Gräfin lebhaft ein, die sich nicht gern lange vom Gespräch ausschalten ließ. „Ich schließe mich morgen Ihrer Führung an. Überzeuge ich mich, daß Sie wahr gesprochen haben, wovon ich fest überzeugt bin, dann sind Sie zum dritten Male mein Mann. Ihr Haus aber ernenne ich zu meinem Leibhotel. Es gibt nur ein Mammut und es soll kein Mammut geben neben ihm. Aber jetzt wollen wir uns ins Berliner Leben stürzen. Kommt, ihr faulen Männer. Wollen Sie reizend sein, Herr Direktor? Dann reservieren Sie uns zum Abendessen einen reizenden Tisch. Denn essen werden wir nur im Mammut, Etwas Gescheiteres kann man nicht tun. Nicht wahr, ihr Männer?” „Ausgeschlossen!“ sagten Graf Dux und Lassen, wie aus einem Munde.