Polens Dr. Szezerbinski, Direktor des {in der Republik Polen haben wir mehrere weltbekannite und allgemein gebrauchte Heil-, Diät- und Tischwasserquellen mit Ausnahme von arsenikhaltigen, starken, warmen alkalischen Mineralwassern. Warmwasserquellen besitzt Polen zegenwärtig seine, von der unbedeutenden Jaszczuröwkaquelle abgesehen. Es ‚ind jedoch Arbeiten im Gange, welche die Erschließung heißer Solquellen in dem staatlichen Kurort Ciechocinek zum Zwecke kaben. Am stärksten vertreten sind in Polen die kalten Sol- und Schwefelquellen. Solquellen entspringen: in Ciechocinek (staat- licher Kurort in der Wojewodschaft Warschau) brom- und jod- haltige Quellen, in Druskieniki (Wojewodschaft Bialystok) eine Solquelle, in Inowroctaw (Wojewodschaft Poznan) jod- und brom- haltige Quellen, in Inowicz (Woj. Lwöw) jod- und bromhaltige (Quellen, in Rabka (Woj. Kraköw) jod- und bromhaltige Quellen, in Rymanöw (Woj. Lwöw) salzhaltige Mineralwasser, in Truska- wiec (Woj. Lwöw) Solquellen, Schwefelquellen und alkalische Wasser. Morszyn (Woj. Stanistawöw) ist der einzige Ort in Polen, der bittersalzige Quellen hat. Schwefelquellen springen in: Busko (staatlicher Kurort in der Woj. Kielce) schwefel- und salzhaltige Quellen, in Krzeszowice (Woj. Kraköw) schwefel- und kalkhaltige Quellen und desgleichen in Lubien Wielki (Woj. Lwöw), Niemiröw (Woj. Lwöw), Solec (Woj. Kielce), Swoszowice (Woj. Kraköw) und Szkto (Wol. Lwöw), hervor. Eisenhaltige Mineralwasser finden wir vor allem in Krynica (staatlicher Kurort), äußerst harte alkalische Wasser in Zubera, aisen- und kalkhaltiye Quellen in Nateczöow (Woj. Lublin)‘ und Druskienikt kalk-, mangan -und eisenhaltige Quellen in Zegiestöw (Woj. Kraköw), alkalisch-salzige Quellen in Szczawnica und Kroscienko (Woj. Kraköw). AI’ die soeben genannten Kurorte, mit Ausnahme von Kro- £cienko, enthalten Quellenbäder mit entsprechenden Badeeinrich- tungen sowie auch Trinkeinrichtungen, Wasserheilanstalten, yhysio - mechanisch - terapeutische Anstalten, Solbäderanstalten USW. Grundsätzliche Ärztliche Untersuchungen haben ergeben, daß cie Quellen in Szczawnica denjenigen in Salzbrunn und Bad Ems genau entsprechen. Ferner entsprechen die Kroscienko-Quellen denen von Bilin und Fachingen, die Krynica - Quellen denen in Contrexeville, Wildungen, Franzensbad, Kudowa, Reinerz, Ali- Heide und Vichy, das Zegiestöw-Wasser demjenigen von Fran- zensbad, Pyrmont, Schwalbach und Alt-Heide, die Nateczöw- quellen denen von Spaa, die Rymanöwquellen denen von Bad Hall, Soden und Kissingen, die Druskienikiquellen denen von Salz- schlirf, Bad Elster und Bad Hall, die Quellen von Ciechocinek denen von Wiesbaden, Kreuznach, Homburg und Kissingen, das Busko- und Solecwasser denjenigen von Aquisgran, Baden und Harrogate, die Quellen von Truskawice denen von Pystan und Trenczyn, die Morszynquellen denen von Mergentheim, Kissingen, Apenta, Huniady Janos, Franz Joseph und Karlsbad. Die Zahl der polnischen Kurorte, die auch in klimatischer Hinsicht hervorragende Vorzüge aufweisen, beträgt fast 100. Zu den wichtigsten gehören Zakopane in der Tatra (Woj. Kraköw), 1000 Meter über dem Meeresspiegel, ferner Bystra in Schlesien, 170 Meter, Ojcöw (Woj. Kraköw), 400 Meter, Jaremcze und Worochta (Woj. Stanistawöw) 700 Meter, Kosöw und Kuty (Woj. Stanistawow) 400 Meter, Muszyna (Woj. Kraköw) 600 Meter, Otwock bei Warschau, Jaworze in Schlesien, 380 Meter, Ustron und Wisla in Schlesien und Czarniecka CGöra (Woj. Kielce), 500 Meter. vrorte ’erbandes der polnischen Kurorte Von den polnischen Seebädern sind insbesondere Ortowo- <olibki, Gdynia, Hallerowo, Wielkawies, Hela, Jastarnia und Xarwie zu nennen. Die polnischen Kurorte sind nach Möglichkeit danach bemüht, trotz der schweren wirtschaftlichen Lage ihren Organisations- und fareme leilapparat zu entwickeln, um ein kulturgemäß hohes Niveau zu reichen. Die diesbezüglichen Arbeiten, welche große materielle )pfer und viel Mühe erfordern, schreiten rüstig vorwärts, auch venn sie nicht immer unmittelbar konkrete Ergebnisse aufweisen. ’on diesen Arbeiten ist vor allem die Erschließung neuer Quellen, ie rationelle Ausnützung der bereits entdeckten Quellen, die Er- veiterung der Kuranlagen, Badeanstallten etc,, die Entstehung von "ntersuchungsstationen, die Förderung des Sports, insbesondere er leichten Athletik, die Instandsetzung der Wege, die nach den 'urorten führen, sowie der Wege in den Kurorten selbst etc. Einige Surorte haben billige, wohlbediente Frühjahrs-, Herbst- und Vintersaisons eingeführt. Die polnischen Kurorte wurden im Jahre 1927 von Über 50 000 Kurgästen besucht, d. h. um 30 Prozent mehr als im Vor- ähre. Von einer vollständigen Ausnutzung der Bäder kann, wie s aus diesen Zahlen sich ergibt, bisher noch nicht gesprochen verden, betrug die Zahl der Kurgäste doch kaum 1 Prozent der jesamtbevölkerung, ein Verhältnis, das an die Besucherstatistik ı den westeuropäischen Ländern bei weitem nicht heranreicht. ie Frequenz in den polnischen Kurorten muß unbedingt steigen, {aher müssen die Kurorte selbst für den zu erwartenden starken 3Zesuch entsprechende Vorkehrungen treffen, Das Kapital wird ıtolgedessen ein breites Betätigungsfeld in den polnischen Kur- rten vorfinden, die dank der zunehmenden Frequenz die investier- en Summen zweifelsohne sicherstellen dürften. Die Investierungen uf dem Gebiet der Wasseranlagen und Kanalisation, der Bau von Chausseen, die Modernisierung der Einrichtungen usw. werden 1och lange Jahre hindurch eine hervorragendes Feld für die Ex- 1aansion des Kapitals darstellen. Szezawnicn Die polnischen Kurorte entwickeln sich, wie es aus obigen jarlegungen hervorgeht, günstig und die Grundlagen für eine veitere technische und wirtschaftliche Entwicklung sind vorhan- 'en. Allerdings erfordert diese Entwicklung bedeutende Kapitalien, ijeren Anlage in den polnischen Kurorten sich aber entschieden Chnt