Vierter Abschnitt. Die Schutzgebiete unter Maudatsverwaltung o sind diese 1928 überholt worden: Einfuhr in 1000 *8) — —— und Schädlingsgefahr und vermindert die Güte des Produktes. Neuerdings unterstützt daher die Regierung diese Entwicklung nicht mehr. — Auch die Kopraͤausfuhr beruht auf Palmen, die noch von deutschen Händen ängepflanzt sind. Wenn auch Sisal hat nachgepflanzt werden müssen, so war die Arbeit nicht schwer, da die Hauptarbeit des Rodens zu deuitscher Zeit ge— heistet worden war. Das — zeitweise — gewal⸗ lige Anschwellen der Produktion reiner Einge⸗ doͤrenentätigkeit (Erdnüsse 1922 -24, Getreide 1919 -24, Sesam und roter Pfeffer 1923 -24) erklärt sich daraus, daß die Eingeborenen ihre erheblich erhöhten Steuern nicht, wie zu deutscher Zeit durch die auf den europäischen Betrieben erhaltenen Barlöhne aufbringen konnten, sondern genötigt waren, die Produkte ihres Ackerbaus an den Markt zu bringen. Deshalb ist sie rückläufig, feitdem der Plantagenbau wieder in vollem Be— rieb ist. Für die von Viehhaltung lebenden Stämme bedeutete die Lieferung von Butterschmalz Ghee) dasselbe. Die Ergebnisse an Baumwolle sind — ob— wohl sich die Ernte seit 1913 mehr als verdoppelt hat — doch relativ nur gering, wenn man die großen Anstrengungen in Rücksicht zieht, die Jahr für Jahr gemacht worden sind. Daß Seife ausgeführt wird, ist verdienstlich, wenn die Erzeugung entsprechend gestiegen ist. Denn zweifellos ist es zum Vorteil des Landes, wenn ein möglichst großer Teil der Kopra dort selbst verarbeitet wird. Die Fabrik in Tanga bestand schon zu deutscher Zeit. Damals aber wurde die Erzeugung im Lande verbraucht. Die Ausfuhr kann also auch auf dem Sinken der Kauftraft der Eingeborenen beruhen. Ebenso ist es mit dem Salz aus der ehemals ein deutsches Privatunternehmen bildenden Saline Gottorp). GHewonnen wurden 1924 4556, 1925 4000, 1926 3105 t, wovon mehr als die Hälfte aus— geführt wurde, Die Einnahmen betrugen 139074 bei 7379 4 Ausgaben (1928). Die Außenhaͤndelswerte denen der Vor⸗ kriegs zeit gegenüberzustellen, hat bei dem Anziehen aller Preise infolge des Krieges keinen Wert; so brachten qB. 20800 13 Sisal 1913 504 000 æ, 25 022 in 1926 911293 u, Die Ausfuhr betrug für die oben angeführten Gegenstände 1925 und 1926 (in 1000 * 1. Baumwollwaren 2. Verzehrungs⸗ gegenstände 3. Baumaterialien . Brennöle . Tabak 3. Geistige Getrünk 7. Maschinen 3. Eisen⸗Stahl⸗ waren 3. Zigaretten sung 8 31 34 O. Wein, Bier hin 6) 131 201 243830 Dazu ist ferner zu bemerken, daß die Einfuhr yon Verzehrungsgegenständen nicht nur infokge der Abnahme der Zaͤhl der Europäer gesunken ist: der Hauptausfall kommt auf die Reiseinfuhr ür die Plantagenarbeiter, die zu deutscher Zeit 175 000 & betrug. Interessant ist, daß halb so diel Europäer — seit die Engländer überwiegen — mehr geistige Getränke — dem Werte nach — erbrauchen (67 000 6) als doppelt so viel Deutsche 1918 (54000 M). Auch die Tabakeinfuhr ist erheblich gestiegen (von 41000 auf 64000 æ), rotz der Abnahme der Europäer und Farbigen im die Hälfte. Daß Baumaterialien (Eisenbahn), Maschinen und Eisenwaren zu deutscher Zeit in teil⸗ veise doppeltem Werte eingeführt wurden, spricht für sich selbsi. Dagegen erfordert die fortschreitende Auto— mobilisierung eine große Einfuhr an Brennblen. In 1000 4 betrug der Gesamthandel: 955 818 2821349 oia Io22 1023 1024 102511926 infuhr .. 3333 Ausfuhr.. 738 2695 3008 8129 kransiee 27ĩ1 267 608 135611428 BesamthandesAασ Soοο 7ο 54017227 7708 Die Gesamthandelszahlen enthalten den Tran— itverkehr nach der Belgischen Kongo-Kolonie, und war nicht nur die Einfuhr (Eisenbahn und Schiffs⸗ naterial) des östlichen, am Tanganyika gelegenen Teiles, sondern auch die erheblichen Ausfuhr⸗ nengen Katanga⸗Kupfer). Von der Einfuhr kamen 62,2, im Vorjahre 34,800 aus Großbritannien und seinen Be— sitzungen, 9,4 (10,800) aus Deutschland, 8,8 (O0/0) auͤs Holland und 7,20/0 aus Japan. Dagegen sind auf bergbaulichem Gebiete nicht unerhebliche Fortschrifle gemacht. So wurde 1924 ein starkes Schwemmgoldvorkommen im Lupa, einem Bach, der zum Rikwa fließt, festge— tellt. Die Ausbeute betrug 1924 6805, 1925 9159, m ersten halben Jahr 1926 3037 Unzen im Verte von 120381 F. Jetzt scheint Erschöpfung ingetreten zu sein. Auch im Muansabezirk 1924 214, 1928 152 Unzen) und in Sekenke 1925: 808 Unzen), sowie in Kilimafeza wurde 1028 99* 26 Sisal. .. Sesam Baumwollen. Wachs däute u. Felle Butter⸗ Kopra.. 610 * schmalz Erdnüsse. .1179 Seife .— * — 13 Getreide .1 84 92 I roter Pfeffer 3 o, Dasselbe gilt für die Einfuhrwerte, die in Mengen nicht angegeben werden. Will man sie lroßdem mii den Siffern von 19183 vergleichen,