Wirtschaftsgeschichte der deutschen Kolonien auf 1,878 (Zolleinnahmen), sondern auf 4,17 Boldmark! Zu alledem hat Frankreich 1924 nur 3,2 Mill. Papierfranken (S 1,2 Mill. Goldfranken) rusgegeben, die Ersparnis aber von 14,4 Mill. Ir. einem „Reservefonds“ zugeführt. Es ist ußerordentlich erstaunlich, daß sich die Franzosen dieser Finanzpolitik noch rühmen. Denn jeder Kolonialpoliüker weiß, daß in Kolonialgebieten die Anforderungen stets die zur Verfügung stehenden Mittel überschreiten, wenn die Verwältung einiger— maßen fähig und gedankenreich ist, es sei denn, daß die Einnahmen die Voranschläge über alles Erwarten übersteigen. Davon ist aber keine Rede in dem französisch verwalteten Togo. Die Liquidation der deutschen Liegenschaften hat 25 Mill. Fr. ergeben, der noch unversteigerte Rest wird auf 385000 Fr. geschätzt. b) Britisches Mandat. Auf 33773 qkm wohnen 188039 Farbige ind 14 Europäer mit 6 Frauen, sämtlich Beamte ind Missionare bis auf einen (Kaufmann). — Der Handel betrug (in *8): 923 —D 221221204 16466154743 Einfuhr . Ausfuhr. 1 0 8 in Slm— lu Baumwolle —X * Palmkerne .. 530 Ballonen Palmöl 40 954 200 211 602 4941 545 410 65514 60754 Die Einnahmen betrugen (1924/25) 36015 4, davon 26430 Einfuhr- und 5856 Ausfuhrzölle, die Ausgaben 93001 * Die Südsee Die wenigen Deutschen, die zurückbleiben tonnten, haben in Samoa nichts zu leiden, aber Finwanderungsgesuche sind abgelehnt worden. In Neuguinea schwebt noch täglich die Furcht vor Ausweisung über ihrem Haupt, und auf der nikronesischen Inselflur sind sie wirtschaftlich in der apanischen Hochflut untergegangen: immerhin wird der Zuwanderung nirgends mehr ein generelles Verbot entgegengestellt, jedoch bedürfen Deutsche, die schon vor dem Kriege ansässig waren, für Neu— zuinea der Einreiseerlaubnis des Gouverneurs. Auf die unter japanischem Mandat stehenden Inseln nördlich des Äquators sind 78900 Söhne des Mikado eingewandert — 1913 betrug ihre Zahl 72! Ihre Bedürfnisse hob die Einfuhr von (,os Mill. HYen (18919) auf 2,5 (1923). Nicht gieichen Schritt hat die Entwicklung der Ausfuhr zur Hälfte Phosphat, zu einem Drittel Kopra — gehalten von 2,2 auf 2,3 Mill. Yen. In Nauru nachen England und seine Teilhaber, Australien and Neuseeland, glänzende Geschäfte, wenn auch die Zahl der ausgeführten Tonnen Phosphat nach ziner Steigerung von 236000 (1921) auf 281000 1924), 1925 wieder auf 225000 gefallen ist 191319000). Von den chinesischen Kontrakt⸗ rbeitern wurden (1925) 440/0 vor Ablauf der gerpflichtung arbeusunfähig! 240/0 der Einge⸗ orenen leiden am Aussatz, der 1913 noch unbe— annt war. In Neuguinea betrug in (1000 *) die ————— äin uhr g WDrn 55 —* —0 926 wurden an Kopra 45806 t, Kakao 11313, Muscheln 8660t, 1925 Gold 7420 Unzen aus— eführt. Bekanntlich ist das Gold schon zu eutscher Zeit gefunden worden. Aber erst die uftralischen Ausbeuter gerieten in blutige Kämpfe nit den Eingeborenen. In Samoa erhalten britische Erzeugnisse ine Zollvergünstigung von 7,50/0. Der Handel etrug (in 1000 8): — 282269 — 2785 8 3651 289 8611879 924 stammten von der Einfuhr 9,20/0 aus 5ngland, 31,8 aus Neuseeland, 36,2 aus Au⸗ —— die Ausfuhr bestand 1924 in 13202 t Kopra ind 10160 Kakao im Werte von 284272 zw. 57958 4, 1926 in 12294 t Kopra und ur 356t () Kakao. Davon gingen für 111203 * iach Großbritannien, 8261 nach Neuseeland, 7009 jach Australien, 12008 nach den Vereinigten Ztaaten, 21906 nach Holland und 376183 nach deutschland. 1825 waren von der Kopra— lusfuhr (15200 t) 770/, Eingeborenenprodukte. die Kakadausfuhr ging auf 840 t zurück. Wie denig es die Neuseeländer verstanden haben sich sie Herzen der Eingeborenen zu erobern, zeigte ich 1927, als allgemeine Unruhen die Depor⸗ ation mehrerer Häuptlinge ratsam erscheinen ließen! ẽInfuhr Ausfuhr 1 Kiautschou Heute ist Tsingtau — oder Kiautschau, wie er Platz zolltechnisch heißt — mit 4,270/0 an en Gesamteinnahmen des Seezolls beteiligt und eht somit an 6. Stelle hinter Schanghai. rientsin, Dairen, Hankow und Kanton. Es hat ndere bekannte Plätze des Ostens, wie Harbin, zwatow, Amoy und Futschau, beträchtlich hinter sch gelafsen. Unter den Kennern der Verbältnisse eissagen einzelne eine großartige Entwicklung ür die Zukunst, andere sind vorsichtiger, und die on ihnen geäußerten Bedenken lassen sich im vesentlichen in zwei große Richtungen leiten. Ein⸗ nal setzt die geographische Lage der Entwicklung ieses Platzes notwendige Grenzen. Der Hafen st einzigartig in seiner natürlichen Anlage. Das