Vielfach schätzt man den Seeverkehr nach der einfachen Summe der Nettoregistertonnen der in den Häfen ein- und ausfahrenden Schiffe, obwohl hierbei auch die nicht beladenen Registertonnen mitgezählt werden, wie es z.B. bei der Schiffsbewegung und -notierung Antwerpens geschieht. Nach dem Kriege ist man auch in dieser Beziehung strenger und vorsichtiger geworden, um dem wahren Bild des Güterumschlags so nahe wie möglich zu kommen. Der Auslandsverkehr wird besonders geschieden, dabei wiederum die mit Ladung angekommenen und abgegangenen Schiffe und schließlich wird innerhalb dieser Gruppen weiter zwischen eigener und fremder Flagge unterschieden. Außerdem gewinnt man jetzt vielfach den Mittelwert von Ein- und Ausgang der Schiffe. Vielleicht ergibt dies noch das beste Vergleichsbild von der Bedeutung des Verkehrs der einzelnen Häfen. Wie verschieden groß die Werte sind, je nach welcher Seite hin die Einschätzung vorgenommen wird, mag folgendes Beispiel illustrieren: In Hamburg waren 1925 im Auslandverkehr 14 Mill. Registertonnen netto angekommen und 11,7 Mill. abgegangen. Das macht einen Gesamtverkehr nach alter Berechnung von 25,7 Mill. Registertonnen. Da hätte Hamburg den größten Umfang unter den europäischen Kontinentalhäfen gehabt und sogar Liverpool, Rotterdam und Antwerpen geschlagen. Lediglich London und Hongkong hätten je mit 33 Mill. Registertonnen größeren Verkehr bewältigt. Berechnet man nun die Mittel von Ein- und Ausgang, wird das Bild ein wesentlich anderes, da sinkt Hamburg auf 15,2 Mill. Registertonner. netto zurück und die anderen genannten Häfen stehen sogar über Hamburg, wie Abb. 16 deutlich zeigt. Verschiedene Versuche liegen vor, die Häfen nach ihrer wirtschaftlichenEigenart zugruppieren. A.Philippson gliedert die Häfen in örtliche Häfen, Handelshäfen, Passagierhäfen und A}