K., 5.59), das jedoch durch das Eingreifen nichtasiatischer Mächte zu einem Kraftfeld weltwirtschaftlichen Machtbegehrens wird. Nach- dem am 25. Oktober 1922 die letzten japanischen Truppen Wladi- wostok verlassen hatten, rückte Rußland wieder bis zur pazifischen Küste vor, und der russisch-japanische Vertrag vom 20. Januar 1925 gab den Russen Nordsachalin zurück, räumte aber den Japanern ausgedehnte Kohlen- und Petroleumkonzessionen auf dem russischen Teil der Insel ein. In diesem Vertrag mit der Sowjetunion gewann Japan zugleich einen Rückhalt gegen die angelsächsische Front, wo- durch die „Verlegenheitsfreundschaft‘* Japans mit Frankreich nicht mehr wie vordem von Bedeutung ist. Den asiatischen Kontinent kann Japan als Lieferer wichtiger Rohprodukte durchaus nicht entbehren. Siam liefert vorzugsweise das wichtigste Volksnahrungsmittel, den Reis. Korea und die Man- Aschurei und andere Gebiete müssen Kohle und Eisen senden, ohne eine Gegengabe von Japan zu empfangen. Darum muß Japan seine chinesischen Festlandbeziehungen sichern, insbesondere in Nord- china, da hier auch ein Industrialisierungsprozeß beginnt. Hier aber heißt es zugleich den Russen auf die Hände sehen. Unter anderem ist die japanisch-amerikanische Spannung auf die Entwicklung der japanischen Politik von größtem Einfluß. Wohl hängt die Freundschaft beider Staaten an einem „seidenen Faden‘‘ — auch real gedacht, denn in der japanischen Handels- bilanz erscheint die Seidenausfuhr nach Nordamerika als der wert- vollste Posten — und Japan möchte sich gar zu gern zur einzigen Großmacht des Großen Ozeans aufschwingen, indessen ist es von dem amerikanischen Golde noch abhängig, was offenbar auch den Frieden auf dem Großen Ozean verbürgt. Dieser Friede schlägt weite Wellen. Im „Temps‘‘ vom 15. Februar 1925 heißt es in dem Artikel L’Oz6an Pazifique et le Fosse€ Rhenan: „Wenn man die a!