ba Gewöhnlich verwenden vier Farmer eine Dreschmaschine. Diese Maschine braucht keine menschliche Bedienung, der Traktor nicht. ainmal dauernde Aufsicht. Das gedroschene Korn läuft armdick an der anderen Seite der Maschine in hohe, fest verspundete Kastenwagen und wird sofort in die Speicher oder an die Bahn gefahren und hier mit Saugrohren aus den Kästen gesogen. Diese und andere Behelfe vermindern Zahl und Kosten der Arbeiter bedeutend, trotzlem der einzelne »farmhelp« fünf- bis zehnmal so viel wie sein deutscher Kollege an Lohn bezieht und bei einigem Fleiß und Sparsamkeit sich in fünf bis sechs Jahren selbständig machen kann..In dreieinhalb Wochen werden 300 Acres (etwa 130 Hektar) fertig bestellt, mit dem Traktor (der ja auch in Deutschland und Österreich schon größere Anwendung findet) gepflügt, geeggt und besäet. ‘Ähnliche Rationalisierung wird von der Viehhaltung berichtet. Der Farmer benötigt nur ein Viertel der Arbeit, die der deutsche Bauer leisten muß; verdient aber bei etwas Tüchtigkeit in fünf Jahren mehr als ler Deutsche im Leben. ; Erfreulicherweise macht die‘ Mechanisierung "der landwirtschaft-‘ichen Arbeit auch in den Staaten Europas beständig Fortschritte. In Deutschland, heißt es in einem Berichte der Frankfurter Zeitung (1926), ist wohl kein anderer Wirtschaftszweig in so weitem Umfange alektrisiert wie die Landwirtschaft. Die Kraftwerke dehnen ihre Versorgungsnetze immer weiter aus, auch ins entlegenste Dorf, so: weit dort nicht billige lokale Wasserkraftwerke zur Verfügung stehen. Dem Lokomobile mit seinem Dreschsatz ist im Elektromotor ein iberlegeher Konkurrent entstanden (vgl. Kölner Illustrierte Zeitung vom 27. August 1927). Man erkannte, daß jedes Gerät totes Kapital während der Zeit der Nichtbenützung ist; das gilt wohl vom Lokomobile, nicht aber vom Elektromotor, der andauernd benützt werden kann, zumal er fahrbar oder — bei kleineren Aggregaten — tragbar eingerichtet wird. So arbeitet er an einem Tage in der Scheune, wo er eine Futterreinigungsmaschine treibt, dann im Gemüsegarten zum Wasserpumpen, später an der Jauchepumpe, an der Ölkuchenoresse u. a. m;, um abends das Licht zu liefern. Ebenso wird er zum Antriebe der Dreschmaschine verwendet. Weitere rationelle Vorzüge dieses Tausendkünstlers sind: er nimmt weit weniger Raum in Anspruch als das Lokomobil, man muß nicht beständig Feuer unterhalten, nicht Wasser in den Kessel pumpen und er braucht keine Bedienung. Das ist Rationalisierung, das ist »Ökonomie« der Ökonomie!