Uneheliche Kinder aus Konkubinaten. 6? ist uns jetzt verständlich. Die Sozialdemokratie ist es, die die Arbeiterkreise mit diesem Geist des egoistischen‘ Naturalismus durchdringt??.‘“ Daß die Motivanalyse zu differenzierteren Be- ständen, als hier angenommen wird, führt, dürfte aus unseren Erwägungen mit genügender Klarheit hervorgehen. 8) Aus bäuerlichen Sitten. Diese Rubrik gehört zum Teil in den Paragraphen Braut- kinder 73, Das bäurische uneheliche Zusammenleben und die ent- sprechende Erzeugung von Brautkindern haben zu ihren haupt- sächlichsten Ursachen erstens die Gewißheit, die der Bauern- bursche haben will, daß seine künftige Ehefrau nicht steril ist, sowie ferner ökonomische Gründe, die vor allen Dingen von Friedrich Lindner auf das eingehendste und vorsichtigste analysiert worden sind. Es handelt sich hier um den Einfluß der Berufs-, Besitz- und Erwerbsverhältnisse der Bevölkerung auf die Häufigkeit der unehelichen Geburten, wobei die agrari- schen Zustände und die Übertragungsformen landwirtschaft- licher Güter besonders zu berücksichtigen sind 74. £g) Aus persönlichen Gründen. Es erscheint dem mit soziologischem Denken nicht Ver- trauten bisweilen schier unglaublich, bis in welche seltsamen Quisquilien sich die Ursachenreihen der Unehelichkeit der Ge- burten manchmal verlaufen. Ist es doch möglich, daß der den Ursachen der Häufigkeit der außerehelichen Geburten an einem Orte auf den Grund gehende Statistiker zur Erkenntnis kommen muß, daß „die Bewohner gegen einen mißliebigen Pfarrer be- wußte Opposition treiben‘“?5, Mit anderen Worten, hier entsteht 72 Seeberg, p. 39. 7% Siehe Teil III, Kap. 1a. % „indner, S. 129. 75 [indner. S. 14.