56 Dritter Teil. di questa sublime menzogna, si decidono con naturalezza, senza lotta interna, appigliandosi a questo come al solo partito con- sentito dal dovere: vero & che alcune tacciono il nome del reo, non per amore ma per furore, riserbandosi il diritto di punirlo a tempo ed a luogo?8,“ c) Kritik der Unehelichkeitsstatistik. 1. Prinzipielle Kritik und Fehlerquellen beim Vergleichen der Unehelichkeitsziffern. Tout est mu sur la terre, hormis ]’hypocrisie. Alfred de Musset. Auch bei Annahme, daß die außereheliche Geschlechtlichkeit als untrügliches Zeichen minderwertiger Sittlichkeit gelten dürfe, ist die Zahl der unehelichen Geburten als Resultat reinen Zufalls ohne jede Beweiskraft. Denn unter der Voraussetzung, daß der außereheliche Geschlechtsverkehr an sich einen Wert- messer der Unsittlichkeit abgeben könne, wäre nicht die einzelne uneheliche Geburt, sondern (auch von den sexuellen Raffine- ments ganz zu schweigen) nur ein Zurückgehen auf die pri- mären Erscheinungen, d. h. auf die Wievieligkeit der Ausübung des außerehelichen Geschlechtsaktes gültige, beweiskräftige Be- rechnungsbasis. Aber die Zahl der unehelichen Koiten ist ebenso unendlich als, man könnte fast sagen glücklicherweise, unberechenbar. Indessen wird die oben erwähnte Annahme in einer über- großen Zahl von Fällen gar nicht zutreffen. In der Tat repräsentieren die unehelichen Geburten ‘nicht den tausendsten Teil der faktischen Unzucht, sondern nur die dabei statigehabte größere Unvorsichtigkeit und Leidenschaft- lichkeit und — größere Unschuld, wäre man fast versucht hin- 7% G. Ciraolo Hamnett, Delitti femminili a Napoli. Studio di socio- logia criminale, Milano 1896, Kantorowicz, p. 4ho/hr.