‚Die Besonderheit des durch Tributzahlung entstehenden Saldos unserer Zahlungsbilanz. 45 Devisen-Baisse-Engagements in Berlin — Mark-Hausse-Geschäfte im Ausland — entriert. Man darf bei markttechnischer Betrachtung und unter Berücksichtigung der aufgeführten Sicherheitsventile ruhig das Vertrauen zur internationalen Börsen- Groß-Spekulation haben, daß sie es auch gegenüber solcher Mammutpartei, wie aun schon mehrere Jahre erwiesen, an ausreichendem Mut nicht wird fehlen lassen und daß sie mit deren per Saldo eindeutiger Ohnmacht und ein- deutiger Spekulationslage fertig zu werden vermag. Wenn ein Analogieschluß er- laubt ist, so könnte man sagen, daß auch hier der zwangswirtschaftliche Eingriff in das Wirtschaftsleben lediglich neue Zwischenhände, hier eine vermehrte Devisen spekulation in Nahrung setzt. Immerhin wird es gut sein, der internationaler! Devisenspekulation als unseren einzigen wahrhaft Verbündeten neue Waffen Ba ihrem gigantischen Kampfe zu liefern durch Ausgestaltung und Erleichterung 8 internationalen Geld- und Kapitalverkehrs, durch Ersinnung neuer Geschäftsformen, Jurch ungewöhnliches steuerliches Entgegenkommen und durch Erzeugung ent- sprechender Mentalität. Hieran mitzuarbeiten, ist der Hauptzweck der vorliegen- len Untersuchung. Wenn „Der Deutsche Volkswirt!)“ in einer Besprechung der Weber- schen Schrift (Hat Schacht Recht?) folgendes ausführt: „Weber stellt vollkommen zutreffend die Funktionen der Auslandskredite dar, weist die unbegründeten Vorur- teile gegen Kapital- und Gütereinfuhr, wie ‚Versklavung‘ durch das Ausland, absolute Schädlichkeit der passiven Handelsbilanz usw. zurück, ohne doch die begründeten zu widerlegen: Die gesteigerte Empfindlichkeit einer von ständiger Kapitalzufuhr abhängig gewordenen Wirtschaft gegen alle weltwirtschaftlichen und weltpolitischen Störungen, vor allem aber die reparationspolitischen Argumente,“ so müßte er daraus die Folgerung ziehen, durch fachwissenschaftliche Erörterungen in seinen Spalten zu versuchen, geeignete finanztechnische Methoden zu entwickeln, durch die wir der gesteigerten Empfindlichkeit besser als bisher begegnen können. Da einstweilen die Reparationsverschuldung zunimmt, dürfen wir die Hände nicht in den Schoß legen, sondern müssen versuchen, mit dem Übel fertig zu werden. {insofern richtet sich vorstehender Apell über das Beispiel des Deutschen Volkswirts hinweg an die ganze Fachpresse. L) 2, Jahrgang Nr. 30.