A — Parteiwesens politischen Einfluß auf die deutsche Staatsführung von innen heraus zu gewinnen. Wieweit die Verderbnis der parteiistischen Staatsordnung gekommen ist, zeigt die Tatsache, daß es Parteien gibt, die vom Ausland finanziert werden und die Politik auswärtiger Staaten ganz öffentlich gegen die Politik des Deutschen Reiches vertreten. Es gibt Parteien, welche im Bündnis mit dem Ausland gegen das Deutsche Reich leben. Die gewöhn— liche Erscheinungsform des Parteiwesens besteht in der Finanzierung der Parteiorganisationen durch die großen Geldmächte des Inlandes. Auf diesem Wege beherrschen die einzelnen Gruppen der Hochfinanz die Parteien oder ihre aus— schlaggebenden Teile. Je mehr aber die deutsche Hochfinanz durch die allgemeine wirt— schaftspolitische Entwicklung überfremdet wird, um so mehr vollzieht sich auch hier schon die Entwicklung des Eindringens der ausländischen Hoch— finanz in die innerpolitischen Machtverhältnisse des Deutschen Reiches. Die Machtgruppen der Hochfinanz sind anonyme Gewalten. Es läßt sich nicht mehr feststellen, wer die wirklichen Besißer der Trusts und Konzerne sind. Damit ist auch nicht mehr festzustellen, wer die Besitzer der politischen Gewalten sind, welche diese Machtgruppen auf dem Wege über den Parteitsmus ausüben. Die Sammlung und Verwertung der Wähler— stimmen ist also im modernen parteiistischen Staat nicht nur privaten Unternehmungen, sondern sogar anonymen Privatunternehmungen überlassen. Dieser Zustand muß zur Herrschaft unsichtbarer Geldfürsten führen. Die Entrechtung des Volkes ist eine natürliche Folge. Deutsches Wesen und plutokratische Staatsoroͤnung Es gibt Völker, in deren Art es liegt, sich willig unter die Führung desjenigen unterzuordnen, dessen wirtschaftliches Können ihn in die Lage versetzt hat, gewaltige Vermögen zu erwerben. Ganz im Gegenteil dazu liegt es in der Art des deutschen Volkes, seine Führer nach ganz anderem Maßstabe zu messen. Der Deutsche will seinen Führer reich an inneren 66