Vorwort des Herausgebers. XVII zu machen. Diese Umänderungen mußten zeitweise eilig gemacht. werden, da das Buch in Lieferungen erschien, sie wurden nicht immer mit gleicher Sorgfalt vollzogen und verursachten daher Ungleichmäßigkeiten des Stils. Da ich mich einmal an diese Arbeit der Revision gemacht hatte, so fühlte ich mich veranlaßt, sie auch auf die Grundlage des Texies — die zweite deutsche Auflage — auszudehnen, einzelne Ausführungen zu ver- einfachen, andere‘ zu vervollständigen, historische oder statistische Zusätze zu machen, kritische Bemerkungen hinzuzufügen usw. Mag die vorliegende französische Ausgabe ihre literarischen Mängel haben, sie besitzt neben dem Original einen besonderen wissenschaft- lichen Wert und sollte daher auch von Lesern benutzt werden, die mit der deutschen Sprache vertraut sind... Karl Marx. Man sieht, daß durch die Berücksichtigung der französischen Uebersetzung der wissenschaftliche Wert auch des deutschen Originals erhöht wurde. Ich glaubte aber nicht, wie Engels, dabei an jene Stellen der Uebersetzung gebunden zu sein, die Marx selbst bezeichnet hatte. Meine Stellung ihr gegenüber war eine andere als die von Marx und Engels. Diese hatten sie nur daraufhin an- gesehen, inwieweit sie einen wissenschaftlichen Fortschritt be- deutete. Für mich kam noch ein anderer Gesichtspunkt in Betracht: die leichtere Verständlichkeit der französischen Ausgabe. Marx hatte damit gerechnet, daß er bei den französischen Arbeitern weniger geduldige Leser finden werde, als bei den deutschen, und getrachtet, ihnen die Lektüre stellenweise zu erleichtern. Ich fühlte mich berechtigt, wo ich solche Stellen fand, sie auch für die Gestal- tung des deutschen Textes zu benutzen, denn meine Aufgabe war es, ihn leichter verständlich zu gestalten, so weit dies ohne Antastung der Tiefe und des Charakters des Werkes möglich war. Ich habe aber in der französischen Vebersetzung neben redak- tionellen Aenderungen auch noch einige Zusätze gefunden, die Marx in seinem Handexemplar nicht verzeichnet und Engels daher nicht in die deutsche Ausgabe aufgenommen hatte, die mir aber doch von Bedeutung erschienen. Und wie in der Auswahl der einzelnen Stellen fühlte ich mich Auch in ihrer Uebersetzung nicht an Engels gebunden, weil auch da für mich der Gesichtspunkt der leichten Verständlichkeit zur Gel- tung kam. Aber daß ich die klassische Engelssche Uebersetzung möglichst oft akzeptierte, ist selbstverständlich. Es erhob sich die Frage, ob die der französischen Vebersetzung entnommenen Aenderungen nicht besonders als solche kenntlich gemacht werden sollten, etwa durch Einklammerung. Engels hat davon abgesehen, und ich glaube, er tat recht daran. Nicht immer sind die durch die Uebersetzung veranlaßten Aenderungen einfache Das Kapital. I.