Vorwort des Herausgebers. XXIX Um so weniger konnte*ich dazu übergehen, an Stelle der eng- lischen Geldbezeichnungen deutsche zu setzen, die nicht nur den lokalen, sondern auch den historischen Charakter des Werkes ge- ändert hätten. Denn als das heutige deutsche Geldsystem aufkam, war das „Kapital“ bereits geschaffen. Auch für mich galt, was darüber Engels in der Vorrede zur dritten Auflage sagt: ; Ebensowenig habe ich mir erlaubt, das im Text durchweg gebrauchte englische Maß und Gewicht auf seine neudeutschen Aequivalente zu redu- zieren. Als die erste Auflage erschien, gab es in Deutschland so viele Arten von Maß und Gewicht wie Tage im Jahr, dazu zweierlei Mark (die Reichsmark galt damals nur im Kopfe Soetbeers, der sie Ende der dreißiger Jahre erfunden), zweierlei Gulden und mindestens dreierlei Taler, darunter einer, dessen Einheit das „neue Zweidrittel“ war. In der Naturwissen- schaft herrschte metrisches, auf dem Weltmarkt englisches Maß und Ge- wicht. Unter solchen Umständen waren englische Maßeinheiten selbst- verständlich für ein Buch, das seine tatsächlichen Belege fast ausschließlich aus englischen industriellen Verhältnissen zu nehmen genötigt war. Nur in einem Punkte habe ich mir gestattet, die englische Maß- einheit anzutasten: die Temperaturangaben nach Fahrenheit habe ich durch solche nach Celsius ersetzt. Soviel über den Text. Und nun noch ein Wort über die Marx- schen Fußnoten. Sie dienten dreierlei Zwecken... Die einen sind geistreiche Bemerkungen, dazu bestimmt, den Leser zu erfrischen, der des trockenen Tones satt ist. Andere haben die Aufgabe, tat- sächliche Belege zu dem in dem Text Ausgeführten zu liefern. Nicht wenige davon könnten leicht in den Text selbst verlegt werden. Marx hat auch in der französischen Ausgabe eine sehr lange Note über die Bergwerksarbeiter in den Text gesetzt und Engels ist ihm in der vierten Auflage darin gefolgt. Es lag nahe, mit noch andern Noten desgleichen zutun. Ich habe jedoch davon Abstand genommen, um die Numerierung der Fußnoten nicht zu stören. In der deutschen Ausgabe (leider nicht auch in der französischen und englischen) sind die Fußnoten innerhalb jedes Abschnitts fortlaufend numeriert. So verschieden die Seitenzahlen der verschiedenen. Auflagen sind, die Nummern der gleichen Fußnoten bleiben in allen, bis auf einige geringfügige Ausnahmen, dieselben. Das erleichtert. die Ver- gleichung verschiedener Auflagen und das Zurechtfinden in einer fremden Auflage. Diese erwünschte Uniformität wollte ich ohne Not nicht stören, und daher sah ich davon ab, die tatsächlichen Illustrationen dort, wo es sonst angängig wäre, aus Fußnoten in den Text zu übertragen. Die dritte Aufgabe der Fußnoten im „Kapital“ besteht aber darin, die Geschichte der ökonomischen Theorien zu illustrieren.