31 _ Die neu gewonnene Form C drückt die Werte der Warenwelt in ein und derselben von ihr abgesonderten Warenart aus, zum Bei- Spiel in Leinwand, und stellt so die Werte aller Waren dar durch ihre Gleichheit mit Leinwand. Als Leinwandgleiches ist der Wert Jeder Ware jetzt nicht nur von ihrem eigenen Gebrauchswert unter- schieden, sondern von allem Gebrauchswert, und eben dadurch als das ihr mit allen Waren Gemeinsame ausgedrückt. Erst diese Form bezieht daher wirklich die Waren aufeinander als Werte oder läßt Sle einander als Tauschwerte erscheinen. Die beiden früheren Formen drücken den Wert je einer Ware, Sei es in einer einzigen verschiedenartigen Ware, sei es in einer Reihe vieler von ihr verschiedenen Waren, aus. Beidemal ist es sozu- Sagen das Privaitgeschäft der einzelnen Ware, sich eine Wertform zu geben, und sie vollbringt es ohne Zutun der andern Waren. Diese Spielen ihr gegenüber die bloß passive Rolle des Aequivalents. Die allgemeine Wertform entsteht dagegen nur als gemeinsames Werk der Warenwelt. Eine Ware gewinnt nur allgemeinen Wertausdruck, weil gleichzeitig alle andern Waren ihren Wert in demselben Aequi- valent ausdrücken und jede neu auftretende Warenart muß das nach- Machen. Es kommt damit zum Vorschein, daß die Wertgegenständ- lichkeit der Waren, weil sie das bloß „gesellschaftliche Dasein“ dieser Dinge ist, auch nur durch ihre allseitige gesellschaftliche Be- Ziehung ausgedrückt werden kann, ihre Wertform daher gesellschaft- lich gültige Form sein muß. ‚In der Form von Leinwandgleichen erscheinen jetzt alle Waren Nicht nur als qualitativ Gleiche, Werte überhaupt, sondern zugleich als quantitativ vergleichbare Wertgrößen. Weil sie ihre Wertgrößen IM ein und demselben Material, in Leinwand bespiegeln, spiegeln Sich diese Wertgrößen wechselseitig wider. Zum Beispiel 10 Pfd. Tee — 920 Ellen Leinwand, und 40 Pfd. Kaffee — 20 Ellen Leinwand. Also 10 Pfd. Tee — 40 Pfd. Kaffee. Oder in 1 Pfd. Kaffee steckt nur Sin Viertel soviel Wertsubstanz, Arbeit, wie in 1 Pfd. Tee. „Die allgemeine relative Wertform der Warenwelt drückt der von ihr ausgeschlossenen Aequivalentware, der Leinwand, den Charakter des allgemeinen Aequivalents auf. Ihre eigene Naturalform ist die Semeinsame Wertgestalt dieser Welt, die Leinwand daher mit allen andern Waren unmittelbar austauschbar. Ihre Körperform gilt als die sichtbare Verkörperung, die allgemeine gesellschaftliche Ver- Puppung aller menschlichen Arbeit. Die Weberei, die Privatarbeit, Welche Leinwand produziert, befindet sich zugleich in allgemein ge- Sellschaftlicher Form, der Form der Gleichheit mit allen andern Ar- beiten. Die zahllosen Gleichungen, woraus die allgemeine Wertform besteht, setzen der Reihe nach die in der Leinwand verwirklichte Arbeit jeder in anderer Ware enthaltenen Arbeit gleich und machen jadurch die Weberei zur allgemeinen Erscheinungsform mensch- LO Arbeit überhaupt. So ist die im Warenwert vergegenständ- chte Arbeit nicht nur negativ dargestellt als Arbeit, worin von allen Erstes Kapitel.