36 Erster Abschnitt. Menschen in irgendeiner Weise für einander arbeiten, erhält ihre Arbeit auch eine gesellschaftliche Form. Woher entspringt also der rätselhafte Charakter des Arbeits- produkts, sobald es Warenform annimmt? Offenbar aus dieser Form selbst. Die Gleichheit der menschlichen Arbeiten erhält die sachliche Form der‘ gleichen Wertgegenständlichkeit der Arbeits- produkte, das Maß der Verausgabung menschlicher Arbeitskraft durch ihre Zeitdauer erhält die Form der Wertgröße der Arbeits- produkte, endlich die Verhältnisse der Produzenten, worin jene gesellschaftlichen Bestimmungen ihrer Arbeiten betätigt werden, erhalten die Form eines gesellschaftlichen Verhältnisses der Ar- beitsprodukte. Das Geheimnisvolle der Warenform besteht also einfach darin, daß sie den Menschen die gesellschaftlichen Charaktere ihrer eige- nen Arbeit als gegenständliche Charaktere der Arbeitsprodukte selbst, als gesellschaftliche Natureigenschaften dieser Dinge zurück- spiegelt, daher auch das gesellschaftliche Verhälinis der Produ- zenten zur Gesamtheit als ein außer ihnen existierendes gesell- schaftliches Verhältnis von Gegenständen. Durch dies Quidpro- quo werden die Arbeitsprodukte Waren, sinnlich übersinnliche oder gesellschaftliche Dinge. So stellt sich der Lichteindruck eines Dinges auf den Sehnerv nicht als subjektiver Reiz des Sehnervs selbst, sondern als gegenständliche Form eines Dinges außerhalb des Auges dar. Aber beim Sehen wird wirklich Licht von einem Ding, dem äußeren Gegenstand, auf ein anderes Ding, das Auge, geworfen. Es ist ein physisches Verhältnis zwischen physischen Dingen. Dagegen hat die Warenform und das Wertverhältnis der Arbeitsprodukte, worin sie sich darstellt, mit ihrer physischen Natur und den daraus entspringenden dinglichen Beziehungen absolut nichts zu schaffen. Es ist nur das bestimmte gesellschaftliche Ver- hältnis der Menschen selbst, welches hier für sie die phantasma- gorische [ein Trugbild vorzaubernde] Form eines Verhältnisses von Dingen annimmt. Um daher eine Analogie zu finden, müssen wir in die Nebelregion der religiösen Welt flüchten. Hier scheinen die Produkte des menschlichen Kopfes mit eigenem Leben begabte, untereinander und mit den Menschen in Verhältnis stehende selb- ständige Gestalten. So in der Warenwelt die Produkte der mensch- lichen Hand. Dies nenne ich den Fetischismus, der den Arbeits- produkten anklebt, sobald sie als Waren produziert werden, und der daher von der Warenproduktion unzertrennlich ist. Dieser Fetischeharakter der Warenwelt entspringt, wie die vor- hergehende Analyse bereits gezeigt hat, aus dem eigentümlichep gesellschaftlichen Charakter der Arbeit. welche Waren produziert. Mark-, Hof- usw. Verfassung, München 1859“, S, 129 fg. Die Bezeichnung „journal“ für ein Flächenmaß Landes, etwa einen Morgen, besteht noch ip einigen Teilen Frankreichs.