- Erstes Kapitel. 37 Gebrauchsgegenstände werden überhaupt nur Waren, weil sie Produkte voneinander unabhängig betriebener Privatarbeiten sind. Der Komplex [die Gesamtheit] dieser Privatarbeiten bildet die gesell- Schaftliche Gesamtarbeit. Da die Produzenten erst in gesellschaft- lichen Kontakt [Berührung] treten durch den Austausch ihrer Arbeits- produkte, erscheinen auch die spezifisch gesellschaftlichen‘ Charak- tere ihrer Privatarbeiten erst innerhalb dieses Austausches. Oder die Privatarbeiten betätigen sich in der Tat erst als Glieder der Besellschaftlichen Gesamtarbeit durch die Beziehungen, worin der Austausch die Arbeitsprodukte und vermittels derselben die Produ- zenten versetzt. Den letzteren erscheinen daher die gesellschaft- lichen Beziehungen ihrer Privatarbeiten als das, was sie sind, das heißt nicht als unmittelbar gesellschaftliche Verhältnisse der Per- sonen in ihren Arbeiten selbst, sondern vielmehr als sachliche Ver- hältnisse der Personen und gesellschaftliche Verhältnisse der Sachen. . Erst innerhalb ihres Austausches erhalten die Arbeitsprodukte eine von ihrer sinnlich verschiedenen Gebrauchsgegenständlichkeit getrennte, gesellschaftlich gleiche Wertgegenständlichkeit. Diese Spaltung des Arbeitsproduktes in nützliches Ding und Wertding betätigt sich nur praktisch, sobald der Austausch bereits hin- teichende Ausdehnung und Wichtigkeit gewonnen hat, damit nütz- liche Dinge für den Austausch produziert werden, der Wertcharakter der Sachen also schon bei ihrer Produktion selbst in Betracht kommt. Von diesem Augenblick erhalten die Privatarbeiten der Produzenten tatsächlich einen doppelten gesellschaftlichen Cha- takter. Sie müssen einerseits als bestimmte nützliche Arbeiten ein bestimmtes gesellschaftliches Bedürfnis befriedigen und sich so als Glieder der Gesamtarbeit, des naturwüchsigen Systems der gesell- Schaftlichen Teilung der Arbeit, bewähren. Sie befriedigen ander- seits nur die mannigfachen Bedürfnisse ihrer eigenen Produzenten, Sofern jede besondere nützliche Privatarbeit mit jeder andern Qützlichen Privatarbeit autauschbar ist, also ihr gleichgilt. Die Gleich- heit toto coelo [in jeder Beziehung] verschiedener Arbeiten kann nur N einer Abstraktion von ihrer wirklichen Ungleichheit bestehen, in der Reduktion auf den gemeinsamen Charakter, den sie als Ver- ausgabung menschlicher Arbeitskraft, abstrakt menschliche Arbeit, besitzen. Das Gehirn der Privatproduzenten spiegelt diesen doppel- ten gesellschaftlichen Charakter ihrer Privatarbeiten nur wider in den Formen, welche im praktischen Verkehr, im Produktenaustausch scheinen — den gesellschaftlich nützlichen Charakter ihrer P Tivatarbeiten also in der Form, daß das Arbeitsprodukt nütz- lich sein muß, und zwar für andere — den gesellschaftlichen Charakter der Gleichheit der verschiedenartigen Arbeiten in der Form des gemeinsamen Wertcharakters dieser materiell verschiede- len Dinge, der Arbeitsprodukte. . Die Menschen beziehen also ihre Arbeitsprodukte nicht auf- SlNnander als Werte. weil diese Sachen ihnen als bloß aachliche