al je, ar ar m” 11€ 18 1] N, Q, ia 2 9 t 2 a Bl Erstes Kapitel, [Wirkungskreise]. Aber eben weil persönliche Abhängigkeitsverhält- nisse die gegebene gesellschaftliche Grundlage bilden, brauchen Arbeiten und Produkte nicht eine von ihrer Realität verschiedene Phantastische Gestalt anzunehmen. Sie gehen als Naturaldienste und Naturalleistungen in das gesellschaftliche Getriebe ein. Die Naturalform der Arbeit, ihre Besonderheit, und nicht, wie auf Grundlage der Warenproduktion, ihre Allgemeinheit, ist hier ihre unmittelbar gesellschaftliche Form. Die Fronarbeit ist ebensogut durch die Zeit gemessen wie die Waren produzierende Arbeit, aber jeder Leibeigene weiß, daß es ein bestimmtes Quan- lum seiner persönlichen Arbeitskraft ist, die er im Dienst seines Herrn verausgabt. Der dem Pfaffen zu leistende Zehnten ist klarer als der Segen des Pfaflen. Wie man daher immer die Charaktermasken beurteilen mag, worin sich die Menschen hier segenübertreten, die gesellschafilichen Verhältnisse der Personen in ihren Arbeiten erscheinen jedenfalls als ihre eigenen persön- lichen Verhältnisse und sind nicht verkleidet in gesellschaftliche Verhältnisse der Sachen, der Arbeitsprodukte. Für die Betrachtung gemeinsamer, das heißt unmittelbar ver- Sesellschafteter Arbeit brauchen wir nicht zurückzugehen zu der haturwüchsigen Form derselben, welche uns an der Geschichts- Schwelle aller Kulturvölker begegnet. Ein näher liegendes Bei- Spiel bildet die ländlich patriarchalische Industrie einer Bauern- familie, die für den eigenen Bedarf Korn, Vieh, Garn, Leinwand, Kleidungsstücke usw. produziert. Diese verschiedenen Dinge treten der Familie als verschiedene Produkte ihrer Familienarbeit gegen- über, aber nicht sich selbst wechselseitig als Waren. Die verschiede- len Arbeiten, welche diese Produkte erzeugen, Ackerbau, Vieh- Zucht, Spinnen, Weben, Schneiderei usw., sind in ihrer Naturalform Sesellschaftliche Funktionen, weil Funktionen der Familie, die ihre gene naturwüchsige Teilung der Arbeit besitzt, so gut wie die Warenproduktion. Geschlechts- und Altersunterschiede, wie die mit lem Wechsel der Jahreszeit wechselnden Naturbedingungen der Arbeit, regeln ihre Verteilung unter die Familie und die Arbeitszeit der einzelnen Familienglieder. Die durch die Zeitdauer gemessene 3 Note zur 2. Ausgabe. „Es ist ein lächerliches Vorurteil in neuester Zeit verbreitet, daß die‘ Form des naturwüchsigen Gemeineigenitums spe- fisch slawische, sogar ausschließlich russische Form sei. Sie ist die Urform, die wir bei Römern, Germanen, Kelten nachweisen können, von der aber Cine ganze Musterkarte mit mannigfachen Proben sich noch immer, wenn auch zum Teil ruinenweise, bei den Indiern vorfindet. Ein genaueres Stu- dium der asiatischen, speziell der indischen Gemeineigentumsformen würde Nächweisen, wie aus den verschiedenen Formen des naturwüchsigen Gemein- Eigentums sich Verschiedene Formen seiner Auflösung ergeben. So lassen Sich zum Beispiel die verschiedenen Originaltypen von römischem und Sermanischem Privateigentum aus verschiedenen Formen des indischen Gemeineigentums ableiten.“ (Karl Marx: „Zur Kritik der Politischen Dekonomie“, S. 10,) [Stuttgarter Ausgabe S. 9.7