Tierwelt. 31 zusammenhängenden Rasen schaffen, Ackerbau ohne Boden- verbesserung nicht möglich ist, und ebenso pflegt das Vor- kommen von Kiefern in wärmeren Regionen auf dürftigen Boden und ziemlich trockenes Klima schließen zu lassen. Im allgemeinen schließt der Europäer, der in tropischen Ländern die heimatlich anmutende Kiefer erblickt, gewöhnlich auf ein kühles Klima für den Ort ihres Vorkommens; dieser Schluß ist aber nur für die feuchten Gebiete richtig, während in trockenen Klimagebieten die genügsame Kiefer bis tief in die Tierra zaliente hinabreicht. Die Ausdehnung der Wälder ist in vielen Teilen des Landes noch sehr beträchtlich, was für die Speisung der Bäche und Flüsse von größter Bedeutung ist. Leider läßt sich aber beob- achten, daß der Wald in den letzten Jahrzehnten bereits außer- ordentlich stark zurückgedrängt worden ist; es wäre sehr zu wünschen, daß die Regierung energische Maßnahmen zu seinem Schutze ergriffe, um die Quellschüttung auf einem zufrieden- stellenden Maß erhalten und zerstörende Überschwemmungen nach Möglichkeit verhindern zu können. Wie die feuchten Gebiete des Landes, so sind auch die trockenen Gebiete des mexicanischen Hoch- und Küstenlandes ziemlich reich an Nutzpflanzen, von denen zur Zeit der Ent- deckung bereits eine größere Zahl in regelmäßige Kultur ge- nommen war. Freilich stammen die zur Zeit der Entdeckung angebauten Gewächse (Mais, Bohnen, Bataten, Baumwolle, Tabak, Tomate, Agaven und andere Faserpflanzen u. S. w.) wohl nicht alle aus Mexico selbst, sondern sie dürften zum Teil aus anderen Ländern eingeführt worden sein. 6. Tierwelt. Wie die Pflanzenwelt in den feuchten Waldgebieten der Ge- birgshänge und Niederungen vorzugsweise mittelamerikanischen Charakter hat, während sie auf dem trockenen Hochland trotz starker Eigenart sich doch mehr an die der nordamerikanischen Felsengebirgszone anschließt, so zeigt auch die Tierwelt