19 die in der gegenwärtigen Periode Genußgüter bedürfen, um zwecks Reproduktion der betreffenden Produktionsmittel, die in der gegenwärtigen Periode in Genußgüter übergehen, ebenfalls Arbeits- und Bodenleistungen einzutauschen‘). nn . Der wirtschaftliche Kreislauf stellt daher letzten Endes eine Tauschbewegung zwischen Arbeit. und Boden einerseits und Genußgütern andererseits dar?). „Arbeiter und Grundherren tauschen also ihre produktiven Leistungen stets. nur gegen gegehwärtige Genußgüter aus, mögen die ersten nun unmittelbar oder erst mittelbar zur Genußgüterproduktion verwendet werden. Wir bedürfen auf diese Weise der Annahme nicht, daß sie ihre Arbeits- und Bodenleistungen gegen zukünftige Güter vertauschen oder. gegen Versprechungen oder gegen Vorschüsse auf das künftige Genußgut. Es handelt sich einfach um einen Tausch, nicht um ein Kreditgeschäft. Das Moment der Zeit spielt dabei keine Rolle‘“3), Genußgüter bilden daher „in niemandes Hand einen Fonds zur Erhaltung von Arbeitern usw., sie dienen weder direkt noch indirekt weiteren produktiven Zwecken. Daher entfällt jede Frage nach der Ansammlung von solchen Vorräten‘“*), Den produzierten Produktionsmitteln kommt keine andere Rolle zu, als die von Zwischengliedern, von durchlaufenden Posten. „Nirgends finden wir einen Vorrat von ihnen, der besondere Funktionen hätte‘), Nirgends gibt es daher eine Klasse, deren Charakteristikon darin bestünde, daß sie produzierte Produktionsmittel oder Genußgüter besitzt®). Es gibt also in unserer statischen Wirtschaft keine Kapitalisten”). Wir vermissen aber auch in der statischen Wirtschaft einen den Leitern der Betriebe zufallenden Gewinn, den man als! Unternehmergewinn bezeichnen könnte. Da es.hier nur Lohn und Rente gibt, so ist der statische Betriebsleiter als solcher ein entrepreneur faisant ni benefice ni perte®), wie sich Schumpeter im Anschluß an Walras ausdrückt. Wir vermissen nach Schumpeters Ansicht überdies überhaupt einen eigentlichen Leiter der Produktion, den Unternehmer. Der statische Be-A ') Schumpeter, Entwicklung, S. 55/56. *) ebda., S. 57. °) ebda., S. 56. *) ebda., S. 57. °)ebda., 5.57, °%) ebda., S. 58. ”)ebda., S. 59, 78. 3) ebda., S. 59, 77/78, 113.