34 prozesses, in überstürzten und verfehlten Anpassungversuchen mancher Einzelwirtschaften zu suchen ist!). . Die Depressionsperiode bedeutet also eine weitgehende Annäherung an den statischen Gleichgewichtszustand. Es besteht daher hier die Tendenz, den Zins zu eliminieren. „Nie- mals wird natürlich ein Zustand erreicht, der dem theoretischen Bild der Entwicklungslosigkeit völlig entspricht und in dem es etwa kein Zinseinkommen mehr gäbe. Das hindert schon die relativ kurze Dauer der Depressionsperioden‘“?), Der Zins würde aber auf Null herabgedrückt werden, wenn die Depressions- periode lange genug dauerte, wenn die Entwicklung nicht immer wieder neue Verwendungsmöglichkeiten für das Kaufkraft- angebot schaffen würde®). Der Mehrertrag, aus dem der Zins fließt, verschwindet aber auch bei den Einzelwirtschaften innerhalb einer Volkswirtschaft mit kapitalistischer Entwicklung. „Der Ertrag jedes Betriebes schwindet nach einiger Zeit hin, ein jeder Betrieb sinkt, wenn er unverändert bleibt, sehr bald zur Bedeutungslosigkeit herab“*). „Der einzelne industrielle Betrieb ist eben keine dauernde Quelle anderer Einkommen als Lohn und Rente‘). Diese Tatsache wird nur dadurch verschleiert, daß, sobald Zins gezahlt wird, jede Kaufkrafteinheit dem Geldmarkte zuströmt, insbesondere auch diejenigen Wirtschaftssubjekte, die Gewinne aus den Rück- wirkungen der Entwicklung ziehen, diese jetzt, angelockt durch den Zins, nach dem Geldmarkte leiten, anstatt sie aufzuhorten dder Güter dafür zu kaufen, vor allem aber auch das „eigent- liche‘ Sparen, d. h. die Enthaltung von gewohnter Bedürfnis- befriedigung®) einsetzt, da jetzt die Möglichkeit besteht, sich auf diese Weise einen dauernden Reinertrag zu verschaffen”). „So verbreitet sich die Zinserscheinung nach und nach über die ganze Volkswirtschaft hin, und deshalb bietet sie dem Be- obachter eine viel breitere Front als man nach ihrem innersten Wesen vermuten sollte. So wird denn, wie schon wiederholt 1) Schumpeter, Entwicklung, S. 348, 365ff, ?) ebda., S. 357. %) ebda., S. 302; Schumpeter, Entgegnung, S. 615/16. *) Schum- peter, Entwicklung, S. 312. ) ebda,, S, 312if. %) ebda., S. 107; Schumpeter, Wesen, S. 309/10. 7) Schumpeter, Entwicklung, S. 300/02,